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Freitag, 25. Mai 2012

An kana te

Für alle, die es angeht: hast Du schonmal den Begriff "An kana te" gehört? Ich bis vor kurzem auch nicht. An kana te sind die Hüter der Erde, die gerade jetzt auf dieser Erde inkarniert sind, um Mutter Erde bei ihrem bevorstehenden Übergang in eine höhere Dimension zu helfen. Es steht noch nicht fest, ob es einen harmonischen oder einen disharmonischen Übergang geben wird. Es liegt an uns, wie es ablaufen wird! Wir können alle dabei mithelfen, daß es ein harmonischer Übergang wird, die An kana te zuallererst, aber auch alle anderen Menschen. Wir helfen, indem wir unsere inneren Konflikte und Probleme angehen, sie emotional durchleiden, durcharbeiten und damit auflösen. Die Auflösung erzeugt Bewußtseinsenergie. Diese Bewußtseinsenergie hilft Mutter Erde bei ihrem Dimensionswechsel. Sie hilft natürlich zunächst auch uns selbst. Wenn wir diese Bewußtseinsenergie mit Liebe an Mutter Erde richten, helfen wir umso mehr. Das ist nicht so schwer. Ich mache diese emotionale Arbeit seit mehreren Jahren (ohne um diese Bedeutung zu wissen!), unter anderen auch hier im Blog nachzulesen. Zuletzt war ich still geworden, weil es nicht mehr so viel aufzuarbeiten gab, und auch, weil ich andere Möglichkeiten dafür gefunden hatte. Ich hatte schon überlegt, den Blog zu schließen. Jetzt möchte ich ihn aber doch gerne als Beispiel für diese innere Arbeit stehenlassen. Es ist jetzt besonders wichtig, nicht in die Angst zu gehen (oder wenn, dann nur, um sie durchzuarbeiten und aufzulösen). Wir alle brauchen jetzt viel Liebe. Ich möchte Euch das Video von Michael Elrahim Amira vom "An kana te – Treffen 2012" auf youtube empfehlen. http://www.youtube.com/watch?v=ZixAhFEsoi0&feature=share Danke für Eure Aufmerksamkeit.

Freitag, 10. Juni 2011

freies Tanzen

Am Abend war ich nach längerer Pause endlich mal wieder zur Tanz-Therapie. Thema war Buddha/Erleuchtung. Es war ein wunderbarer Abend. Ich war gleich zu Beginn in einer friedvollen, gelösten Stimmung, die dann mehrfach zwischen feinem Glück und fast verdautem sehnsuchtsvollem Schmerz hin und her pendelte.

Die Sehnsucht bezog sich auf meinen Wunsch, in näherem Kontakt zur Natur zu sein, mit ihr eins zu werden. Ich bin ja jetzt auf dem Weg zu mehr Naturverbindung, auch wenn ich mir wünschen würde, daß es schneller voranginge.

Ich fühlte mich so frei und sicher, daß ich während des letzten Tanzes beschloß, daß ich gerne morgen im Wald übernachten würde. Mit der Laubhütte wird das so kurzfristig nichts. Aber ich könnte ja – trockene Witterung vorausgesetzt – einfach unter freiem Himmel schlafen. Das habe ich früher auch schon gemacht, aber noch nie in Deutschland, es war immer im Auslandsurlaub.

Hier ist es mir für solche Abenteuer eigentlich zu dicht besiedelt, aber ich kann es ja trotzdem mal ausprobieren.

Nach dem Tanzen fuhr ich noch schnell zu meinem Sitzplatz. Ich fand ihn auch im Dunkeln wieder – na ja, allzu dunkel war es nicht, noch ein Rest Sonnenlicht in der Atmosphäre und ziemlich viel Mondlicht. Ich legte mich kurz ins Gras und stellte mir vor, wie es wäre, dort zu schlafen. Die Straße und mein Auto wären nicht weit entfernt. Im Notfall könnte ich abbrechen und schnell nach Hause zurückkehren. Also warum nicht? Mal schauen, ob ich mich morgen überwinden kann.

Montag, 23. August 2010

Jetzt

In der letzten Woche hatte ich noch einen magischen Moment: beim Tanzen. Eine Bekannte hatte mich mitgenommen. Tanzen ist etwas wunderbares, Labsal für Körper und Seele. Und der Geist kommt zur Ruhe, meistens jedenfalls.

Ich konnte mich tief auf den Moment einlassen, mit der Musik schwingen, die Energie in mir und im Raum spüren, Menschen anstrahlen. Ich schwebte danach auf einer Wolke.

Schade, daß es mir so schwerfällt, mich zu solchen Aktivitäten aufzuraffen. Sie tun doch soooo gut.

Es ist der Mind, der mich immer noch und immer wieder davon abhalten will, im Jetzt zu sein. Er hat immer hundert Ausreden, warum jetzt gerade dafür keine Zeit ist, warum ich stattdessen über irgendwas nachgrübeln soll, warum irgendwas nicht stimmig ist, warum ich nicht glücklich sein sollte, was fehlt, was ich erst noch erreichen muß...

Usw. usf. ...

Ich sollte es unterdessen besser wissen, aber ertappe mich dennoch immer wieder dabei, wie ich dem Moment ausweiche. Und wenn ich dann bewußt im Jetzt verbleiben möchte, gelingt es mir oft nicht. Darum sind diese magischen Momente so wichtig, in denen ich mal loslassen kann.

Mein Mind ist ein furchtbarer Nörgler, findet bei wirklich jeder Situation noch ein Haar in der Suppe. Schrecklich.

Ich habe derzeit oft Phasen starker innerer Unruhe und Unzufriedenheit. Diese wechseln glücklicherweise ab mit sehr stillen, friedvollen Momenten.

Ich beschäftige mich ja viel mit Vorratsbildung für den nächsten Winter. Das ist sehr befriedigend. Ich merke dabei, wie gut es uns in materieller Hinsicht (immer noch) geht. Wir haben eine unglaublich große Auswahl an schmackhaften Lebensmitteln. Die ganze Fülle steht uns offen (jedenfalls denjenigen, die nicht gerade am Existenzminimum herumkrebsen).

Ich bin dankbar dafür. Ich bin auch offener dafür, dieses wahrzunehmen. Das ist eine direkte Folge meiner Krisenvorbereitungen. Diese gewisse Endzeitstimmung, die über unserer Lebensweise und unserem Geldsystem liegt, fördert den Blick auf das Jetzt. Es läßt mich das, was ich jetzt noch habe, mehr genießen. Mir fehlt es eigentlich an nichts, ich habe von allem genug.

Sonntag, 15. August 2010

magischer Moment

In diesem Sommer habe ich mir nicht die Zeit genommen, in wilder Natur nach "Erleuchtung" zu suchen – wie noch im letzten Jahr. Es war nicht notwendig, wie ich jetzt erkenne. Ich kann unterdessen in kleinen Auszeiten vom Alltag zur Stille und zu mir selbst finden.

Gestern war wieder so ein magischer Moment. Ich habe meinen neuen Hobo-Ofen (das Original von Kuenzi) zum zweiten Mal ausprobiert. Diesmal klappte es fast auf Anhieb, zusammengeknülltes trockenes Gras und kleine Holzstöckchen anzuzünden. Na ja, ein Dutzend Streichhölzer oder so habe ich verbraucht, aber besser als eine ganze Packung davon wie beim letzten Mal. Habe mich jetzt auch mal zu einem Kurs angemeldet, in dem ich hoffentlich lerne, Feuer ohne Hilfsmittel zu machen.

Ich habe mir eine Dosensuppe aufgewärmt, danach noch einen Tee aus frischen Blättern und Blüten aus dem Garten gekocht. Und in dieses Miniatur-Feuer geschaut. Das gibt mir so ein großes Gefühl von Befriedigung, von Glück, da fehlt nichts mehr.

Über eine solche Beschäftigung, die tief mit mir zu tun hat, wird es schnell still in mir. Es gab einige kostbare Momente, in denen die Gedanken aussetzten und diese innere Weite und Verbundenheit ganz tief zu spüren war. Es ist so einfach, es braucht keine besonderen Umstände. Nur etwas Zeit mich einzulassen und eine Beschäftigung, die mich berührt (könnte auch irgendetwas anderes sein, das mich bewegt).

Das Glücksgefühl hält heute noch an, untergründig unter meinen zahlreichen Hausarbeiten. Ich bin so dankbar dafür.

In der letzten Zeit habe ich häufig völlig entnervt auf das viele angesammelte Gerümpel in meinen Zimmern geschaut. Heute suchte ich etwas in einem Schrank, fand uralte Sachen und wußte auf einmal, wie unnötig und sinnlos diese Sammlerei eigentlich ist. Ich habe das alles angehäuft, weil ich glaubte, es sei irgendwie wichtig für mich, es würde mir irgendetwas geben. Das tut es nicht. Es gibt mir etwas, wenn es lebendig und in Gebrauch ist, wenn es schön ist und gute Energie ausstrahlt. Aber es nimmt mir etwas, wenn es nur gestapelt und verstaubt die Ecken vollmüllt.

Ich glaube, meine Unterscheidungskraft – was brauche ich wirklich und was brauche ich nicht? – nimmt zu. Es wird mir nach und nach leichter fallen, nur noch das aufzuheben, was wirklich einen Nutzen für mich hat.

Was mir noch fehlt, ist die Zeit für Aufräumaktionen. Ich überlege immer mal, ob ich dafür unbezahlten Urlaub nehmen sollte oder wie ich das sonst hinkriegen könnte. Mal sehen. Das wichtigste ist sowieso die innere Bereitschaft, mich mit dem alten Krempel auseinanderzusetzen und ggf. davon zu trennen.

Mir ist kürzlich auch noch klar geworden, was meine Berufung ist, wonach ich letztes Jahr noch vergeblich suchte: ich wäre gerne Halbtags-Hausfrau mit ganz viel Zeit für das, was Frauen immer schon gerne gemacht haben: Kochen, Backen, Natur genießen, Säen, Ernten, Sammeln... Ich würde auch gerne wieder kreativ tätig sein, das liegt seit Jahren ziemlich brach. Ich habe mir bewußt einen Job gesucht, in dem ich relativ gut verdiene. Ich wollte immer später mal nur noch halbtags arbeiten. Bisher habe ich mich dazu nicht getraut, weil mir das Geld nie zu reichen scheint. Das Geld wird immer weniger wert - trotzdem würde ich gerne aus dem Hamsterrad partiell aussteigen. Mal schauen...

Montag, 12. April 2010

glückliche Stille

Heute hatte ich im Meditationskurs Gefühle von Freude, durchmischt mit dem gewohnten Schmerz. Es war so, als wolle sich die gestaute und lange unterdrückte Lebensfreude endlich einen Weg an die Oberfläche bahnen, und der Schmerz war auch eher die Erleichterung, daß ich jetzt so dicht dran bin.

Die Gedanken und Gefühle drängen sich immer um die kurzen Momente der Stille. Meine Konzentration ist noch schwach. Ich spüre die innere Leere und Weite, aber ein Teil meiner Aufmerksamkeit ist meist auch bei dem Geschwätz im Kopf, auch wenn es langsam weniger wird, vor allem weniger aufdringlich wird.

"Je leerer es wird, desto schöner wird es", durchschoß es mich heute. Worte sind leider viel zu flach, um das auszudrücken, was ich wahrnehme, wenn ich zur Ruhe komme. Die Wahrheit kann allenfalls darin mitschwingen - wenn die Worte von Herzen kommen.

Das innere Lächeln, der innere Frieden war sehr stark und ist heute abend anhaltend bei mir.

Zu Hause habe ich einen Satsang-Mitschnitt gesehen und mich ein wenig über die kopfigen Fragen gewundert. In meiner heutigen Stimmung würde ich bei einem solchen Anlaß nur die Stille und das Zusammensein genießen wollen, für Alltagsprobleme wäre da kein Platz. Aber andere Menschen, andere Lebenssituationen, andere Bedürfnisse, das ist ok.

Ich habe mein ganzes Leben lang diese kostbaren Momente der Stille gesucht, ohne zu wissen, WAS genau ich suche. Leider hat mir bis vor wenigen Monaten niemand erklärt, wie die Zusammenhänge sind, sonst hätte ich schon viel früher zu mir selbst zurückgefunden.

Wenn früher in dem Chor, in dem ich einige Jahre lang mitsang, Taizé—Lieder gesungen wurden, habe ich die meditative Melodieführung und Ruhe genossen – dem Chorleiter war das dagegen zu langweilig, und so wurde zu hastig gesungen, zu wenige Wiederholungen, oder andere Formen von Abwechslung hineingebracht, um die es doch gerade NICHT geht! Selbst auf offiziellen Taizé-CDs, die ich neulich bestellte, haben Solisten die stimmliche Oberhand und zerstören meines Erachtens gerade das Meditative, das Stille, das Heilige.

Ich war auch einmal in Taizé selbst, vor vielen Jahren. Ich habe das gemeinsame meditative Singen in der Kirche genossen, aber auch da störten dann zu viele Unterbrechungen den Frieden. Ich verstand damals nicht, warum viele Besucher die Stille nicht genießen konnten und sich auf dem Gelände über so belangloses Zeug unterhielten. Später suchte ich nach Taizé-Gruppen in Deutschland, aber hier war die meditative Stille erst recht nicht wiederzufinden, es wurde zu viel „geschwätzt“ (d.h. wohlmeinend gebetet, aber eben mit Worten, die doch nur störten). Ich habe damals leider nicht gewußt, was genau dieses intensive Glücksgefühl auslöst.

Dabei ist es so „einfach“. Man muß „nur“ aus dem Verstand rausgehen und schon wächst dieses Gefühl von innerem Frieden, manchmal gesteigert bis zur Ekstase. Ich war auch mal vor sehr langer Zeit bei einem Taizé-Jugendtreffen in einer Großstadt. Zwischen etwa 100.000 Teilnehmern gab es nach meiner Erinnerung vielleicht 50 junge Menschen, die eine Woche lang geschwiegen haben, ich war dabei. Das war eine unglaublich irre Erfahrung: ich war mittendrin in Menschenmassen in verstopfen U-Bahnen, auf dem Messegelände, wo in großen Hallen die Gebete stattfanden, auf Parkdecks und in Parks, wo die einfachen Essenrationen bei –18°C unter freiem Himmel ausgegeben wurden. Ich war dabei in meinem eigenen Mikrokosmos, weil ich eisern geschwiegen habe. Ich war so unglaublich glücklich, es war Ekstase pur. Das war vermutlich die beste Woche meines Lebens, sogar noch ein wenig besser als Verliebtsein (weil völlig frei von quälender Sehnsucht).

Aus heutiger Sicht würde ich sagen: das war meine erste Erleuchtungserfahrung, ich hatte nur leider überhaupt keine Ahnung, daß es so etwas gibt und erst recht nicht, was das sein könnte.

Die Kirche enttäuschte mich nachfolgend immer mehr, zu selten fand ich dort, was ich suchte. Zudem schaltete der Verstand sich ein und kritisierte berechtigterweise diverse Mißstände im Kirchenapparat. Ich trat aus der Kirche aus (mit Überzeugung) und verlor leider mit der Zeit auch den inneren Frieden.

Von meinem Weltbild und Menschenbild bin ich tatsächlich bis zur äußersten Gottferne gegangen, bevor der Punkt der Umkehr kam: ich glaubte, ich müsse mich im Interesse der Freiheit mit dem materialistischen Gedanken anfreunden, daß unsere Erde nur eine massive Kugel abbaubarer Rohstoffe ist, an deren Oberfläche wir gerade mal gekratzt haben und die einfach weiter zerstört und kaputtgenutzt werden kann.

Das tat mir selber sehr weh, aber ich glaubte damals (vor etwa zwei Jahren), zur Freiheit des Individuums gehöre der Abschied von jeder Naturträumerei dazu. Gott sei Dank habe ich dann wohl gespürt, daß das NICHT die Wahrheit sein kann.

Heute weiß ich wieder: Mutter Erde ist lebendig, so wie alles in diesem wunderschönen Universum. Gott sei Dank habe ich auch die Phase hinter mir, in der mir alles nur noch wie ein leerer hohler Traum erschien, bar jeder Substanz. Wir dürfen unser materielles Leben genießen, und wir dürfen auch die Schätze der Welt nutzen, aber ohne sie dabei nachhaltig zu zerstören.

Viele Menschen suchen unberührte Natur. Vermutlich geht es den meisten dabei so, wie es mir jahrelang ging: sie wissen nicht, was sie suchen. Heute weiß ich: sie suchen diese Augenblicke der tiefen inneren Verbindung, wenn das, was wir vermeintlich außen wahrnehmen, uns sanft zu uns selbst zurückführt, so daß wir zumindest ahnend diese innere Tiefe spüren, aus der alles kommt, auch wir selbst.

Ich lese bei verschiedenen spirituellen Autoren, daß nach einer ersten Erleuchtungserfahrung eine fortwährende Vertiefung der Erfahrung möglich ist, die niemals ein Ende erreicht, weil es immer noch weitergeht. Ich bin unglaublich dankbar, daß ich vermutlich erst in der Mitte meines Lebens bin und noch so viele weitere Lebensjahre vor mir habe, in denen ich diese Stille vertiefen kann. Ich erfreue mich an meinem Leben. Ich freue mich JETZT! Ich bin sehr glücklich!

Montag, 5. April 2010

Sinn des Lebens

Der innere Sinn eines Menschenlebens in der heutigen Zeit ist es zu erwachen – behauptet Eckhart Tolle („Eine neue Erde“). Und der äußere Sinn jedes Menschenlebens ist es, mit dem inneren Sinn im Einklang zu sein, und das bedeutet: möglichst in jedem einzelnen Moment voll bewußt und im JETZT anwesend zu sein. Das Jetzt zerstört das Ego, und durch die eigene Bewußtheit fließt Bewußtheit in die Handlung und damit in die Außenwelt. Das Jetzt ist das Tor für den eigenen Eintritt in die Ewigkeit – und umgekehrt fü den Eintritt der Ewigkeit in die Außenwelt.

Ich kann mit diesen Aussagen viel anfangen. Bei mir ist der Erwachensprozeß seit mindestens einigen Monaten im Gange. Da ich schon tiefe Erfahrungen von Präsenz machen durfte, vertieft jede weitere spirituelle Lektüre meine Erfahrung. Es zieht mich nicht mehr in den Kopf/ins Ego, sondern im Gegenteil ins Herz. Mich stärkt solche Lektüre also, auch die kurzen Video-Ausschnitte von vielen spirituellen Lehrern auf www.jetzt-tv.net helfen mir, tiefer in die Stille zu gelangen.

Das Osterfest war für mich sehr still und friedlich, gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin. Ich habe viel über Leben und Tod nachgedacht, und immer wieder ins Jetzt hineingespürt.

Der Haupt-Ablenkungsfaktor bei mir sind meine Beziehungen zu anderen Menschen – und dabei habe ich zahlenmäßig nur sehr wenige Beziehungen. Ich stelle aber fest, daß kreisende Gedanken sich meistens auf den inneren Dialog mit einem anderen Menschen beziehen. Ich käue dann Situationen immer wieder neu durch, die ich mit diesem Menschen erlebt habe, oder stelle mir zukünftige Situationen vor, spiele Dialoge in der Zukunft durch. Ich schreibe sozusagen ein Drehbuch für meine Beziehungen. Das ist natürlich völlig absurd, denn nie kann ich vorhersehen, wie der andere reagieren wird (und auch nicht, wie ich selbst mich verhalten werde). Aber das scheint noch eine meiner verbliebenen Hauptmacken zu sein, die mich immer wieder ins Ego reinziehen.

Was ich auch nicht gut vertragen kann: wenn irgendetwas nicht funktioniert, z.B. am Auto etwas ungewohnte Geräusche macht oder wie seit einigen Wochen, unangenehme unerklärliche Gerüche absondert. Davon bekomme ich sehr schlecht Distanz.

Es ist aber seltener geworden, daß ich mich komplett in ein Geschehen hineinziehen lasse und mich selbst in der Identifikation vergesse. Zumindest auf die Beobachter-Position kann ich mich fast immer zurückziehen. Dann beobachte ich das zerrende Ego und die kreisenden Gedanken, manchmal amüsiert, manchmal auch genervt, aber immerhin weiß ich dabei: "das bin nicht ich".

Es geht mir gut, ich habe immer wieder diesen stillen inneren Frieden und ein mal ganz leises, mal etwas lauteres Glücksgefühl. :-)

Ich bin davon überzeugt, daß sich die vorhandenen Problemfelder in meinem praktischen Leben nach und nach auflösen werden, wenn ich Bewußtheit hineinlenke.