Posts mit dem Label Regen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Regen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 30. August 2011

Nasse Übernachtung

Die erste Nacht war trocken, der nächste Tag heiß. Erst am Nachmittag kam das erste große Unwetter. Dann eine Nacht lang Regen. Und meine erste Nacht im feuchten Schlafsack. Innen blieb er trocken, ich blieb warm, aber außen und auf das Gesicht gab es Sprühregen, weil die Baumarktplane nicht alles abhielt. Zudem tropfte es innen aus einem Abspannknoten mittels eines Kiefernzapfens – anscheinend war die Plane dort etwas undicht geworden.

Es war toll, nun auch einmal bei richtig „schlechtem“ Wetter - starkem Dauerregen - eine Nacht unter einer einfachen Plane zu verbringen. Eine Erfahrung mehr, für die ich dankbar bin. So richtig naß wurde ich ja nicht. Und auch das hätte ich überlebt.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Nach Regen im Wald

Heute war ich nach starkem Regen im Wald. Schön ruhig war es da, keine anderen Spaziergänger. Ich fühle mich wesentlich sicherer alleine unterwegs als noch vor wenigen Monaten. Nicht mehr bei jedem Geräusch zucke ich zusammen und drehe mich um, nur noch bei größeren Geräuschen.

Ich habe nach einem Stück Laubwald gesucht, in dem ich vielleicht mal eine Laubhütte bauen kann, um dann dort zu übernachten. Eine große Mutprobe. Am meisten habe ich Angst, ich könnte dort von freilaufenden Hunden aufgespürt und bedroht werden. Direkt danach kommt die Angst vor übelwollenden Menschen. Es ist halt alles Großstadtnähe hier. Zu viele Menschen im Umkreis. Richtig einsame Gegenden gibt es in Deutschland ja kaum.

Das erschwert es. Aber ich möchte unbedingt das Erlebnis Laubhütte mal ausprobieren. Und jetzt an den sehr langen Abenden im Juni/Juli wäre die am besten geeignete Zeit. Gut wäre es, wenn das Wetter nicht allzu freundlich wäre, dann wäre es ruhiger im Wald. Und ich würde mir wohl einen Wecker mitnehmen, um morgens mit den Vögeln aufzustehen. Es wäre auch eine Chance zur frühen Vogelbeobachtung, was sonst nicht so meine Zeit ist.

Als ich den Wanderweg verließ, um das Gebüsch zu erkunden, schreckte ich ein großes Reh nur wenige Meter neben mir auf, das dann panikartig tiefer in den Wald floh. Unaufmerksam wie ich bin, hatte ich es vorab nicht bemerkt. Von leisem Schleichen durch den Wald im Einklang mit den dort lebenden Tieren bin ich sehr, sehr weit entfernt.

Meine Regenkleidung hielt ebenso wie meine Schuhe die Nässe vom Körper ab. Das ist schonmal gut zu wissen. Aber die Kleidung ist zu bunt und macht zu viele Geräusche – nicht optimal im Wald, wenn man sich gerne auch wilden Tieren nähern will.

Ich spürte heute sehr stark meine Sehnsucht nach mehr Naturverbindung. Es wäre toll, wenn ich mich irgendwann angstfrei in der Natur aufhalten könnte. Heute steckt noch zu viel anerzogene Struktur in mir: „Achtung, verlasse nicht die Wege, das ist gefährlich und verboten. Geh nicht alleine in den Wald. Geh nicht abends an einsame Orte. Bleib lieber im sicheren Haus.“

Aber es IST sicher für Menschen in der Natur. Schließlich sind wir seit Jahrmillionen ein Teil von ihr (und sie von uns). Wir müssen uns nur wieder daran gewöhnen.

Dienstag, 31. August 2010

Herbsttag

(gestern geschrieben)

Heute war für mich der erste Herbsttag, naß-kalt, die wochenlange Trockenheit schon wieder vergessen. Letzte Woche habe ich in Sommerkleidung ständig gefroren, heute habe ich mich auf Herbstkleidung umgestellt. Mir macht das trübe Regenwetter gar nichts aus. Die Ernte des Jahres ist weitgehend schon eingebracht (ist ja nicht viel, was in meinem Garten wächst), es gibt nicht mehr ganz so viel Arbeit (in meiner sogenannten Freizeit), und so hat sich über mich eine große Stille gesenkt.

Ganz wohltuend still empfand ich den heutigen Abend. Weder Musik noch Fernsehen liefen, mir fehlte der Geräuschpegel nicht, den ich manchmal doch brauche, wenn die innere Unruhe zu groß ist. Heute war da tiefer Frieden.

In dem Moment, in dem ich mir bewußt werde, daß endlich mal Ruhe im Kopf ist, ist es damit natürlich auch schon wieder vorbei. Hastig setzt das Denken wieder ein, bloß nichts verpassen...

Aber ich verpasse ja nichts. Das Leben geht auch ohne mich wunderbar weiter.

Ich habe dann doch kurz den Fernseher eingeschaltet, für eine aktuelle politische Diskussion. Ich wollte mir ein Bild von einem der Teilnehmer machen. Schnell habe ich den Ton wieder abgeschaltet und nur bei diesem Teilnehmer wieder eingeschaltet. Dieses Aufeinandereindreschen ödet mich unglaublich an. Selbst bei einer zivilisierten Diskussion geht es um den Austausch von Argumenten und Standpunkten. Auch das ist öde. Meist sind die Teilnehmer an Diskussionen ego-getrieben. Da kommt wenig von innen, das sind alles aufgesetzte Fassaden und Rollenspiele.

Etwas von der Unruhe hat sich dann auf mich übertragen. Fernsehen ist ein Energieräuber, nicht immer, aber meistens. Ich bin lieber alleine, in meinem eigenen Energiefeld.