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Donnerstag, 25. November 2010

Schuldgeldsystem 2

Gestern schrieb ich, daß Papiergeld eine Forderung - ein Versprechen - auf zukünftige Arbeitsleistung/Sachwerte ist. Es ist noch schlimmer, da hatte ich immer noch einen Denkfehler, obwohl ich doch schon sooo lange mit diesem Thema befaßt bin. Es ist wahnsinnig schwer, die lebenslange Konditionierung zu durchbrechen.

Papiergeld ist nur eine Forderung auf Papiergeld. Eine Bank ist nur verpflichtet, gegen Papiergeld wieder Papiergeld herauszugeben. Auch die Zentralbank ersetzt nur angegammelte Banknoten gegen frische Banknoten, aber niemals gegen irgendeinen echten Wert.

Papiergeld ist ein Versprechen auf NICHTS, nur hübsch bedrucktes Papier mit allenfalls einem Sammlerwert.

Papierschuldgeld ist ein künstliches Konstrukt, das den Menschen übergestülpt wurde - in betrügerischer Absicht. Es ist nicht natürlich, es ist rein künstlich.

In einer natürlichen freien Marktwirtschaft würde niemals ungedecktes Papiergeld entstehen - allenfalls in Form der früheren Handelswechsel, persönlich unterzeichneten Schuldscheinen, bei denen der Schuldner mit seiner persönlichen Ehre haftete. Das funktionierte in kleinen Märkten, in denen die Bonität eines Schuldners bekannt war.

Wenn zwei freie Menschen Waren oder Dienstleistungen austauschen wollen, würden sie dieses natürlicherweise immer auf der Basis der echten Werte machen. Sie tauschen beispielsweise Kartoffeln gegen Äpfel. 10 kg Kartoffeln hat dann z.B. den Wert von 2 kg Äpfeln, oder 10 kg Äpfel den Wert von 50 kg Kartoffeln.

Papiergeld wie wir es kennen erzeugt die Illusion, daß der Preis von Äpfeln oder Kartoffeln in einem "neutralen" Medium gemessen werden könne, eben dem Papiergeld. Das verführt dann z.B. dazu, daß in Statistiken (z.B. der Preissteigerungsstatistik) mit dem Geldwert der Waren gerechnet werden kann, obwohl jeder Schüler weiß, daß man Äpfel und Kartoffeln nicht addieren kann. 10 kg Kartoffeln + 2 kg Äpfel = 12 kg Kartoffeläpfel oder so...

Der Wert, den wir dem Papierschuldgeld beimessen, ist eine Fiktion. Sie basiert darauf, daß unsere Vorfahren Jahrhunderte lang werthaltiges Geld nutzten (Gold und Silber). Heute ist unser Papiergeld in Wahrheit überhaupt garnichts wert. Der Wert basiert nur auf Glauben und Vertrauen, eine reine Illusion.

Diese Illusion wird sterben. In nicht allzu ferner Zukunft. Wie kann etwas, das in beliebiger Höhe nahezu ohne eigene Kosten erzeugt werden kann (und auch wird) irgendeinen Wert haben? Die Knappheit einer Ware erzeugt einen Wert, der Überfluß zerstört Wert. Wir haben weltweit ein Vielfaches an Papiergeldvermögen im Vergleich zu den vorhandenen echten Sachwerten (gemessen an deren heutigen Preis in Geld). Wenn alles Papiergeld sich in die Sachwerte stürzt, gibt es eine gigantische Inflation. Und nachfolgend - evt. auch vorbeugend - eine Währungsreform mit Verlust der Sparvermögen, Rentenansprüche, Ansprüche auf Transferleistungen etc. - denn der Staat ist dann offen bankrott (statt nur versteckt bankrott wie heute).

Wir leben in einer Wohlstandsillusion, die uns vom eigentlich wertlosen Papierschuldgeld vorgegaukelt wird. Wenn die Illusion zerbricht, werden wir sehen, was tatsächlich an echten Werten vorhanden ist. Vermutlich erschreckend wenig.

Mittwoch, 24. November 2010

Schuldgeldsystem

Seit langem befasse ich mich intensiv mit dem Verständnis des Geldsystems und der bestehenden Finanz-, Wirtschafts- und Systemkrise. Ich lese dazu regelmäßig diverse einschlägige Webseiten. Heute mache ich mal selber einen Versuch, anhand meines aktuellen Kenntnisstands (der in Einzeldetails auch falsch sein kann) das Schuldgeldsystem zu erklären.

Geld im heutigen Papierschuldgeldsystem beruht auf der Monetarisierung von Sachwerten. Alles Geld in unserem System wird nur gegen eine Schuldbuchung herausgegeben, als Kredit. Zur Erlangung eines Kredits müssen Sachwerte an die Bank verpfändet werden. Gegen dieses Pfand wird der Kredit ausgezahlt. Der Kredit muß später mit Zins zurückgezahlt werden, wobei sich im Gesamtsystem irgendein anderer Schuldner in Höhe des Zinses zusätzlich verschulden muß, was im Zeitverlauf die Geldmenge stetig steigert – und zwar exponentiell.

Von Anhängern des aktuellen Geldsystems wird immer das Argument vorgetragen, daß die Höhe der Schulden (beispielsweise der Staatsschulden) kein Problem darstellt, weil diesen Schulden ja schließlich Vermögen in gleicher Höhe gegenüberstehen.

Das beruht auf einem Irrtum, einem Denkfehler. Den Schulden stehen keine Vermögen gegenüber, sondern lediglich Forderungen. Und zwar Forderungen auf zukünftige Arbeitsleistung oder zukünftig zu schaffende Sachwerte. Es ist keine Forderung auf bestehende Sachwerte. Denn derjenige, der den Geldschein in der Hand hält, hat keinen Anspruch auf das Pfand, das zur Herausgabe des Geldscheins hinterlegt wurde. Nur die Bank hat Anspruch auf das Pfand, wenn der Schuldner nicht zurückzahlen kann. Die Bank ist nicht verpflichtet, gegen Einlösung des Geldscheins irgendeinen Sachwert herauszugeben.

Wenn niemand Schulden machen würde, gäbe es in unserem System überhaupt kein Geld (Geldmenge = 0), aber trotzdem würden nach wie vor Sachwerte existieren: Häuser, Autos, Gärten, Vorräte etc. Dies zeigt, daß das Schuldgeld losgelöst von den bestehenden Sachwerten ist, denn diese existieren auch ohne Schuldgeld weiter. Das Schuldgeld kommt also zu den bestehenden Werten hinzu (zumindest Rohstoffe sind vor der Existenz von Schuldgeld vorhanden), es schafft keine neuen Werte.

Mit Schuldgeld werden Versprechen auf zukünftige Werte erzeugt, keine Ansprüche auf bestehende Werte (hier bin ich nicht ganz sicher, aber zumindest für die Zinsen gilt, daß diese zukünftige Werte versprechen). Und da diese Versprechen exponentiell ansteigen müssen als Folge des Zinseszinses, und da keine Wirtschaft ewig exponentiell wachsen kann, muß das System zwangsläufig in gewissen Abständen kollabieren: Schuldner werden insolvent, die Forderungen werden notleidend, damit werden die vermeintlichen Geldvermögen vernichtet. Alles Geldvermögen, das die kleinen Sparer in Bank- und Versicherungsprodukte gesteckt haben, ist in Wirklichkeit gar nicht als echter Wert existent. Es handelt sich nur um ungedeckte Forderungen, die zunehmend unerfüllbar werden. Echtes Vermögen besteht nur aus den Sachwerten, die bereits existieren. (Natürlich hat ein Versprechen auf zukünftige Leistung auch einen gewissen Wert, für die Altersvorsorge beispielsweise, aber das Versprechen muß auch einlösbar sein und das ist immer mit Risiken behaftet)

Aus einem verpfändeten Sachwert werden durch die Geldschöpfung zwei Buchungen extrahiert, eine Verbindlichkeit und eine Forderung. –x und +x, hebt sich zu Null auf. Mit der Forderung (dem Schuldgeldschein), dem ein echter Wert beigemessen wird, werden nun Sachgüter eingetauscht. Und die Verbindlichkeit wird einfach vergessen, immer wieder hochgebucht und verlängert (jedenfalls bei Staatsschulden). Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Noch nie wurden in Deutschland Staatsschulden zurückgezahlt (von kurzfristigen Einmaleffekten wie nach der UMTS-Versteigerung abgesehen), immer werden diese umgeschuldet und verlängert. Sie könnten auch gar nicht zurückgezahlt werden, weil dann in gleicher Höhe Geldvermögen verschwinden müßten.

In jedem Wirtschaftsjahr müssen zumindest die Zinsen und Zinseszinsen auf die bestehenden Gesamtschulden als Neuverschuldung (von Staat, Unternehmen oder Privatleuten) aufgenommen werden. Das geht schonmal nur solange gut, solange noch Verschuldungspotential besteht. Wenn das Wirtschaftswachstum nicht zumindest dem Zinseszinswachstum entspricht, gibt es eine Rezession – denn immer mehr der erwirtschafteten Güter wandern dann an die Spitze der Zinspyramide (sofern die Vermögenden ihre Zinserträge in Sachwerte eintauschen und sie nicht einfach auf den Konten stehenlassen) und werden somit dem Rest der Wirtschaft entzogen.

Wenn das System dem Kollaps näherkommt (oder auch bei jeder einzelnen Insolvenz eines Schuldners), dürfen die Banken die verpfändeten Sachwerte (Immobilien etc.) einziehen. Das Geldsystem bewirkt also im Zeitverlauf eine Umverteilung existierender Sachwerte zugunsten der Banken. Manche sagen, das Geldsystem ist absichtlich so konstruiert, daß am Ende alle Sachwerte beim Bankensystem landen – wie bei Monopoly.

Nun ist doch die Frage: warum müssen Menschen ihr vorhandenes Eigentum (oder alternativ ihre Arbeitskraft) verpfänden, um Geld nutzen zu dürfen? Aus diesem Hintergrund fordern einige die zinslose (oder gar schuldlose) Schöpfung von Geld durch den Staat oder einer verstaatlichten Bank.

Aber auch das ist ein Trugschluß. Die Schöpfung ungedeckten Geldes in beliebiger Höhe und dann noch ohne Schuldbuchung würde noch schneller zum Crash des Systems führen, weil dann auch noch die Disziplinierung durch die Schulden entfällt. Jeder würde nur noch konsumieren, niemand würde sparen und investieren.

Die Lösung ist der direkte Tausch von Sachwert gegen Sachwert. Und da setzen sich im Markt eben seit Jahrtausenden immer wieder gewisse gut handbare Sachwerte als bevorzugtes Tauschmittel durch. Der Tausch Sachwert gegen Sachwert funktioniert ganz ohne Bankensystem, das war schon immer so.

Kleine Auswahl interessanter Webseiten zum Thema:

www.radio-reschke.de
www.das-bewegt-die-welt.de
www.goldseitenblog.de
www.hartgeld.com

Freitag, 5. November 2010

Arbeitswoche, Geldschwemme, Heilpflanzenverbot

Puh, geschafft, die Arbeitswoche liegt hinter mir. Heute nachmittag habe ich sogar was Sinnvolles gemacht und mit der Korrektur eines Fehlers eine Kollegin hoffentlich glücklich gemacht.

Meine die ganze Woche depressive Stimmung beruhigte sich etwas beim Tanzen gestern abend. Es tat gut, dort traurig und depressiv sein zu dürfen. Das war eben mein aktueller authentischer Ausdruck.

Heute dann ein Stimmungsumschwung, den ich jetzt etwas überrascht feststelle. Ich fühle mich wieder ganz wohl.

Vielleicht liegt es daran, daß ich mich heute am Arbeitsplatz seit langem mal wieder ernstgenommen fühlte. Bisher habe ich dort gegen Gummiwände geredet. Aber meine Sicherheitsbedenken wegen der fortbestehenden Baustelle trafen auf Zustimmung beim Sicherheitsbeauftragten. Das tat gut, daß mal jemand nicht alles schönredet, sondern bestehende Probleme angehen will. Erst wenn man der Wahrheit klar ins Auge gesehen hat, kann man anfangen, Lösungen zu entwickeln. Wer Probleme unter den Teppich kehrt oder gleich ganz ignoriert, macht doch alles nur noch schlimmer.

Die Nachrichten über die fortgesetzte Geldschwemme der Fed, die 600 Milliarden Dollar frisch aus dem Nichts erschaffen will, und die darauffolgenden starken Kursanstiege bei Edelmetallen haben auf mich eine beruhigende Wirkung (etwas paradox). Es zeigt mir einfach ganz deutlich, daß alle Experten, die genau diese Entwicklung seit Jahren vorhersagen, völlig richtigliegen. Und es paßt ja auch zu meinen eigenen Überlegungen nach gesundem Menschenverstand. Man kann sich durch Erschaffen von Spielgeld ohne eigene dahinterstehende Leistung nicht reich drucken. Allenfalls kann man mit dem Spielgeld Güter und Leistungen anderer Wirtschaftsteilnehmer klauen, wenn diese den Betrug nicht merken. Und genau das tun die USA ja schon seit Jahrzehnten (und Europa ist auch nicht viel besser).

Es wird ein Ende haben, irgendwann, irgendwie – in wohl nicht allzu ferner Zukunft.

Es wäre eine Wohltat, wenn Leistung wieder zählte, wenn selbst erarbeitetes Einkommen und Vermögen nicht mehr gestohlen würde, wenn überall wieder mehr Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit einkehren würde und wenn die Lügen endlich zusammenbrechen würden.

Der Übergang in eine neue Gesellschaft wird vermutlich grausam (ich weiß auch nicht, ob ich ihn überleben werde – ich hoffe es natürlich), aber für die Menschheit kann es danach eigentlich nur besser werden. Diese hohle Scheinwelt, die uns heute vorgegaukelt wird, gehört vom Sockel gestürzt.

Wir sind das Volk! Wann endlich werden wir diesen Slogan wieder hören?

Ich unterschreibe jetzt noch schnell die Petition gegen das Heilpflanzenverbot in Europa, bitte mithelfen, das ist eine Terminsache bis 11.11.2010 und es fehlen noch Unterschriften (50.000 sind erforderlich).

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=14032

Man muß sich dort namentlich registrieren und kann dann nach Freischaltung und Einloggen die Petition unterzeichnen (ich habe die Liste der Petitionen nach Anzahl der Mitzeichner absteigend sortiert, dann steht sie ganz oben und kann angeklickt werden zur Mitzeichnung). Es wird Zeit, daß wir nicht mehr kuschen und uns alles gefallen lassen.

Die Gottspieler (*) der Eurokratie sind jetzt vollends übergeschnappt, wollen alles Natürliche verbieten. Zusammen mit dem Terminator-Saatgut und anderem Gen-Horror aus den USA wird dann wohl bald alle menschliche Nahrung und Medizin zerstört sein. Hoffentlich schenkt „Gott“ uns rechtzeitig eine neue Erde, bevor diese Geistesgestörten ihr Werk vollbracht haben.

(*) Der Begriff Gottspieler stammt von Roland Baader und bezeichnet Banker und Zentralbanker, die Geld aus dem Nichts erschaffen, um damit die Welt zu manipulieren und zu regieren. Ich finde, "Gottspieler" paßt auch für andere Situationen, in denen sich Menschen über die natürliche Ordnung erheben wollen und diese pervertieren.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Medien-Parallelgesellschaft

Um ein paar Bilder zum Tod von Loki Schmidt zu sehen (eine der wenigen öffentlichen Personen, vor denen ich Respekt habe), habe ich ausnahmsweise die Tagesschau eingeschaltet.

Minister Brüderle verkündete dort den fabelhaften Aufschwung, mit 3,4% Wachstum in diesem Jahr, 1,8% im nächsten Jahr und um die 2% als Prognose für die nächsten 5 Jahre. Der DGB-Chef fordert Lohnerhöhungen (gähn, das steht bestimmt so in seinem Drehbuch – was nutzen 2% Lohnerhöhung auf 2 Jahre verteilt – so sah es bei mir zuletzt in etwa aus – bei zeitgleich ca. 8% echter Inflation?) Dazu sollen wir nächstes Jahr nur noch 2,9 Millionen Arbeitslose haben, ein ganz famoses Zeichen (ich mache mir nicht die Mühe, das zu recherchieren, aber die echte Zahl arbeitsloser Menschen in Deutschland ist eine deutlich zweistellige Millionenzahl). Die Krise ist vorbei, hurra...

Ich hatte den Eindruck, die glauben das wirklich. Die armen Menschen, die ihre Informationen nur aus diesen Medien beziehen, haben keine Chance, irgendetwas von dem zu erfassen, was auf uns zurollt und nicht mehr aufzuhalten ist. Natürlich könnten die meisten Menschen in ihrem persönlichen Umfeld sehen, daß etwas oberfaul ist, aber wer macht schon gerne die Augen auf?

Nur ein Beispiel: heute ist es völlig normal, sogar recht gutgekleidete Menschen beim Durchwühlen von Mülltonnen zu sehen, auf der Suche nach Leergut oder alten Zeitungen oder vielleicht gar nach Eßbarem. Das war früher eindeutig anders, solche Bilder kannte man nur aus Dritte-Welt-Ländern.

Heute habe ich Quitten-Gelee eingekocht, gut für Leib und Seele. So etwas werden zukünftig auch wieder mehr Menschen tun, wenn das Geld für Supermarkt-Ware nicht mehr ausreicht - oder wenn es diese gar nicht mehr gibt.

Nachtrag: wenn es irgendwann keine Marmelade (ein Lowtech-Produkt) im Supermarkt mehr geben sollte, dann gäbe es bestimmt auch keinen Gelier-Zucker mehr und die eigenen Vorräte wären schnell aufgebraucht. Dann könnte ich immer noch Wildobst oder Obst aus dem Garten in Wasser ohne Zucker einkochen. Fiele dann auch noch der Strom aus, ginge es zur Not mit dem Hobo-Kocher. Da stünde dann aber schnell die ganze unvorbereitete Nachbarschaft da, und falls Anarchie ausbräche, würde ich wohl nicht lange überleben.

Das Fatale an dieser Krise ist: bis kurz vor dem Zusammenbruch wird vielleicht alles noch ganz normal aussehen. Alles funktioniert, und die Aussichten sind (vermeintlich) bestens.

Aber ewiges exponentielles Schuldenwachstum in einer endlichen Welt kann es nicht geben. Irgendwann bricht die betrügerische Kreditpyramide zusammen. Was passiert dann? Wird es als Befreiung aus der Schuldgeldknechtschaft erlebt? Ist doch auch sehr aufregend, in einer solchen Zeit leben zu dürfen. Vielleicht habe ich mir das ja so ausgesucht.

Ich bin ein Kind der Wohlstandsgesellschaft. Eine existenzielle Krise habe ich noch nicht erlebt. Da braucht es nur mal einen kleinen Defekt am Auto geben, schon gerate ich in große Unruhe. Ohne Auto zu leben? Unvorstellbar.

Ich habe heute abend einen Rückblick auf das Leben von Loki Schmidt gesehen. Die Menschen, die den 2. Weltkrieg erlebt haben, sterben langsam aus. Die haben wirklich etwas durchgemacht, verglichen damit jammern wir auf sehr hohem Niveau.

Mal sehen, was kommt. Vielleicht wird es schlimmer als damals (wenn der 3. Weltkrieg ausbricht, was mir derzeit unwahrscheinlicher geworden scheint), vielleicht werden auch einfach nur unser aller Sparguthaben und Rentenansprüche gestrichen und wir machen danach weiter wie zuvor, als wäre nichts gewesen, mit neuem Papierspielgeld.

Dienstag, 31. August 2010

Geld

Unser Geldsystem ist in einer existentiellen Krise. Bei seinen Kritikern gibt es zwei Hauptrichtungen. Die einen befürworten ein zinsloses beliebig vermehrbares Schuldgeld (manchmal auch in der Form von Schwundgeld nach Silvio Gesell). Die anderen befürworten ein auf materiellen Werten beruhendes Geld, z.B. durch ein edelmetallgedecktes Geld. Ich befasse mich seit längerer Zeit mit beiden Denkschulen, möglichst ohne Scheuklappen. Denn ich suche auch nach der Lösung aus dem Gelddilemma.

Es mag ja sein, daß Energie im Universum unbegrenzt ist, aber materielle Wesen sind nach meiner Überzeugung nicht unbegrenzt. Solange wir beschränkte materielle Wesen sind, leben wir in einer Welt der Knappheit. Die Entscheidung für ein Gut ist gleichzeitig die Entscheidung gegen ein anderes. Ressourcen sind nicht unerschöpflich. Güter sind nicht in beliebiger Menge vorhanden, es gibt nicht das Schlaraffenland, in dem uns die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Davon scheint das Konzept des "unendlichen Reichtums" mittels zinslosem Schuldgeld aber auszugehen. Das Drucken und Verteilen von mehr Papiergeld, das nicht auf Werten (sondern nur auf leeren Versprechungen) basiert, fördert zwar die Verteilung von vorhandenen Gütern, aber sorgt nicht dafür, daß neue Güter hergestellt werden. Das Schuldgeldsystem basiert auf Inflation und damit einem Werteverzehr. Wir leben mehr und mehr von unserer früher erschaffenen Substanz. Das können wir auch alle beobachten, wenn wir uns den Zustand von Straßen, öffentlichen Einrichtungen etc. ansehen.

Einige glauben, daß die Menschheit die materielle Welt verlassen wird, in eine höhere Dimension aufsteigen wird, in der es weder Geld noch Nahrung im herkömmlichen Sinne geben soll. Das mag sein, aber solange wir (auch) materielle Wesen sind, brauchen wir Nahrung, die aus echten Rohstoffen besteht, und zu deren Bezug brauchen wir echtes, wertgedecktes Geld, wenn es kein Betrugssystem mehr sein soll. Geld ist nicht einfach eine Verrechnungseinheit, Geld ist ein Tauschmittel.

Das Problem, warum es trotz der wahnsinnigen Gelddruckerei zu wenig Geld auf der Welt zu geben scheint, liegt weniger am Zins, sondern an der fast unendlich möglichen Geldvermehrung aus heißer Luft gepaart mit staatlicher Verschwendungssucht und überbordender Bürokratie. In grauer Vorzeit konnten Menschen ihre Arbeitskraft 1:1 mit anderen Menschen tauschen. Heute muß ein Arbeitnehmer mehrere Stunden arbeiten, um sich die Arbeitsleistung einer Stunde eines anderen Arbeitnehmers leisten zu können. Das ist pure Sklaverei, Ausbeutung. Ich sehe die Ausbeuter sowohl im Staat - leider fördert unsere Form von Demokratie die Bestechung von Wahlbürgern durch vermeintliche staatliche Geschenke, die in Wahrheit das Volk selber bezahlt - zum anderen fließen die gigantischen Zinsgewinne aus dem Schuldgeldsystem in die Taschen weniger Superreicher an der Spitze der Pyramide.

Dieses Pyramidenspiel / Kettenbriefsystem / Schneeballsystem wird zwangsläufig irgendwann zusammenbrechen, denn nichts in dieser Welt wächst unendlich. Auch Staatsschulden nicht. Es wird kollabieren, vermutlich dauert es nicht mehr lange.

Danach brauchen wir ein neues Geldsystem - und hoffentlich wird nicht wieder einfach eine neue Runde im gleichen miesen Spiel gespielt.

Der Weg, um inneren Abstand zu gewinnen von materiellen Reichtümern, führt nicht durch die Verachtung des Geldes, glaube ich. Zunächst muß man Geld wertschätzen, als konzentrierte Energie, als den Lohn der Arbeit. Dafür sollte es auch einen inneren Wert haben, und nicht nur als virtuelle Zahlen auf dem Bankkonto existieren.

Zu innerem Reichtum findet nicht, wer eine künstliche Barriere zwischen sich und dem Materiellen errichtet. Man muß eher durch die Materie hindurchgehen, hindurchschauen. Nicht Ablehnung und Abgrenzung von der Materie ist der Weg, sondern Akzeptanz. Und dann tiefergehen. Materie ist nicht tot, sie ist höchst lebendig. Alles ist lebendig, alles ist beseelt.

Ich nähere mich allmäglich dem Verständnis der Aussage, daß alles von Menschen Geschaffene aus Gedanken besteht. Ich sehe z.B. die Fenster in meinem Büro. Menschen haben sich das ausgedacht. Sie sind durch Überlegung und durch sehr viel Ausprobieren dahingekommen, einen durchsichtigen Gegenstand, der Licht durchläßt, aber Wärme drinnen läßt, für sehr praktisch zu halten. Durch die Kraft der Imagination haben Menschen sich Fenster vorgestellt – und dann haben sie nach und nach die Fähigkeiten entwickelt, so etwas tatsächlich zu erschaffen. Menschen sind Schöpfer.

Aber nicht das Ego ist der Schöpfer. Das Leben ist der Schöpfer, der Mensch gibt nur sein Bewußtsein dazu. Und die Gedanken, die aber auch vom Leben selbst kommen.

Man kann ein Fenster nicht aus purer Luft erzeugen, es nur imaginieren, das reicht nicht. Es braucht die Materie dazu, die verarbeitet und verwandelt wird. Ein Fenster kann ich anfassen, das ist "echt" – im materiellen Sinne. Genauso muß nach meiner Überzeugung das universelle Tauschmittel, das wir benutzen, um Güter zu tauschen, "echt" sein. Es muß materiell sein, es muß eine materielle Substanz haben. Nur Zahlen in einem Elekronengehirn reichen nicht aus. Sie sind genauso Luft wie der bloße Gedanke von einem Fenster Luft ist.

Unser auf purer heißer Luft basierendes weltweites Schuldgeldsystem wird zwangsläufig zusammenbrechen – wenn die Menschen erkennen, daß es nur auf Lüge basiert, nicht auf echten Werten.

Dienstag, 6. Juli 2010

Zeitarmut

Ich wäre insbesondere an diesen heißen Tagen gerne mehr zu Hause. Es ist eine Qual, in die Stadt zu fahren, in überhitzten, stickigen Bahnen in ein ebenso überhitztes, stickiges Büro. Wie schön wäre es, den Tag einfach zu Hause gestalten zu können, mit etwas Haus- und Gartenarbeit in den noch kühleren Morgenstunden, und dann viel Entspannen, vielleicht einen Ausflug an einen Badesee.

Wir sind doch angeblich ein wohlhabendes Land. Wir sollten uns das leisten können, weniger zu arbeiten. Ich sollte es mir leisten können, von einem Halbtags- oder Zweidrittel-Job zu leben, um mehr Lebenszeit sinnvoll nutzen zu können. Ich träume gerade mal wieder davon, es würde mir viel besser entsprechen.

Leider ist das derzeit nicht finanzierbar. Und ein wichtiger Grund dafür ist unser Geldsystem, das uns alle versklavt, um die Zinsen der Superreichen finanzieren zu können. Wir sind eben doch kein wohlhabendes Land mehr, sondern stark überschuldet. Und das gilt auch für einen großen Anteil der Bevölkerung. Wir müssen uns überschulden, damit auf der anderen Seite der Pyramide der Reichtum wachsen kann, denn Geld in unserem System ist Schuld. Ohne Schulden keine Vermögen. Beides wächst immer schneller, exponentiell, und ist immer ungleicher verteilt.

Es wird nicht mehr lange so weitergehen. Ob danach etwas besseres kommt oder nur eine neue Runde im gleichen Kettenbriefsystem gestartet wird, wird sich zeigen. Es wäre schön, mit weniger Wachstumszwang, etwas zurückgeschraubten Bedürfnissen, aber dafür mehr Zeitqualität leben zu können. Für mich individuell schaffe ich das nur, wenn auch die Gesellschaft zumindest teilweise in diese Richtung geht. Andernfalls sind die Belastungen durch Steuern und Abgaben einfach zu hoch.

Manchmal denke ich, daß ich nur deswegen so intensiv die Krisenberichterstattung verfolge, weil ich mir vom Fortgang der Krise mehr Zeit für meinen Garten und andere private Aktivitäten erhoffe – erzwungenermaßen durch Jobverlust.

Ich suche nach dem für mich sinnvollen Leben – und das ist im gegenwärtigen System bei aller individuellen Verantwortung nur schwer zu finden. Ganz kann ich mich dem System nicht entziehen. Aber ich kann das beste aus meinen Möglichkeiten machen. Und so bereite ich mich nicht nur auf einen möglichen Zusammenbruch des Papiergeldsystems vor – sondern auch auf weitere vom Scheingeld induzierte Börsen-Höhenflüge. Für die Altersvorsorge spare ich weiterhin regelmäßig in weltweit gestreute Aktienfonds.

Und bei alledem will ich vor allem die Lebensfreude nicht vernachlässigen. Meine Schreibmotivation hat seit einiger Zeit deutlich nachgelassen und meine Beiträge gehen weniger in die Tiefe. Das hat vermutlich etwas mit der Zeitqualität zu tun. Im Sommer sind die Aktivitäten mehr nach außen gerichtet, im Winter mehr nach innen. So lege ich wohl auch in meinem Blog eine mehr oder weniger ausgeprägte Sommerpause ein.

Ich habe so viele Ideen, was ich in der warmen Jahreszeit gerne machen möchte. Mal sehen, wofür die Zeit reicht.

Dienstag, 25. Mai 2010

moderne Sklaverei

Es ist 2:30 Uhr, und ich sollte eigentlich im Bett liegen. Seit einigen Wochen geht es mir so, daß ich erst mitten in der Nacht ins Bett finde. Der Grund ist einfach: ich bin unbefriedigt und hoffe durch das längere Wachbleiben noch zu einem Gefühl der Erfüllung und Zufriedenheit mit dem Tag zu gelangen – was natürlich nicht gelingt. Der andere Grund ist: am nächsten Morgen wartet der ungeliebte Job, das Hamsterrad, die Sklavensystemarbeit. Da möchte ich die kostbare Freizeit so lange wie möglich ausdehnen...

Natürlich ist das Selbstbetrug: ich bezahle mit Müdigkeit und schlechter Konzentrationsfähigkeit, verspätetem Arbeitsbeginn und folglich spätem Heimkommen am Abend, was die Freizeit beschränkt, die dann wieder bis in die Nacht ausgedehnt werden muß...

Ich ertappe mich immer wieder bei der Hoffnung, die Finanzkrise möge einen gesellschaftlichen Zusammenbruch derart bewirken, daß ich nicht mehr zur Arbeit gehen kann, gehen muß. Natürlich gerne bei Weiterzahlung des Gehalts...

Ich bin abhängig von diesem System und traue mir nicht zu, mich daraus zu befreien. Ich bin eine Sklavin des Systems, ich weiß es und ich fühle mich scheiße damit! Ein Ausbrechen aus dem System wäre nur möglich nach einer sehr reichen Erbschaft oder bei einem Leben als Obdachlose. In allen anderen Varianten kann ich mir keine Freiheit vom System vorstellen.

Heute habe ich etwas darüber gelesen, daß noch schärfere Regeln für die Energieeffizienz von Gebäuden beschlossen wurden. Es wird mich garantiert treffen, denn mein Haus ist von 1959. Das macht mich so ohnmächtig wütend. Was geht es den verdammten Staat an, wie ich lebe? Nicht einmal in meinen eigenen 4 Wänden bin ich vor staatlicher Bevormundung und Überwachung sicher.

Das Bezahlen mit Bargeld soll eingeschränkt werden, in Griechenland ist es wohl schon beschlossen. Es wird die Zeit kommen, an dem man nur noch mit Chipkarte geschäftsfähig ist. Unliebsamen Personen wird dann einfach der Chip abgeklemmt und fertig die perfekte Euthanasie ohne Blutvergießen.

Warum wehrt sich (fast) niemand gegen diesen Irrsinn? Ich will doch nur in Ruhe MEIN LEBEN leben und das will doch jeder andere Mensch auch. Wenn man die Staaten einfach ersatzlos abschaffen würde, würde es allen nach einer chaotischen Übergangsphase besser gehen. Man stelle sich dieses Paradies einmal vor: kein staatliches Betrugsgeld mehr, keine Aussaugung der wenigen noch werteschaffenden Menschen bis aufs Blut, keine Kriege mehr, keine Propaganda, keine Feindbilder, nur noch friedlicher freiwilliger Handel unter gleichberechtigten Menschen.

Der Staat ist das nach außen projizierte Ego. Je unbewußter die Menschen, desto grauenhafter die Staatsfratze. Da erreichen wir wohl leider einen miesen Höhepunkt nach dem anderen. Alle rufen nach NOCH MEHR STAAT, anstatt endlich zu sehen, daß der Staat der Verursacher des gegenwärtigen Übels ist. Natürlich im Verein mit Hochfinanz, Bankenunwesen usw.

Die Ökonomen der Österreichen Schule der Nationalökonomie sind anscheinend die einzigen, die nicht nur die gegenwärtige Krise vorhergesagt haben, sondern auch wissen, wie es enden wird (in der unabwendbaren monetären Katastrophe), und die darüber hinaus Lösungsvorschläge anzubieten haben, insbesondere: wir brauchen ein freies Marktgeld, das von den Menschen freiwillig geschaffen und akzeptiert wird. Traditionell sind das Gold und Silber, aber es könnten sich auch ganz neue kreative Formen herausbilden, wenn das staatliche Zwangsmonopol endlich abgeschafft würde.

Ich will raus aus dem Gefängnis! Das ist sehr schwer, denn auch mein Ego hängt an der vermeintlichen Sicherheit, die das System bietet. Es ist ja so schön einfach und bequem, an sichere Bankguthaben, sichere Rente, soziale Absicherung usw. zu glauben. Wenn alle ganz fest daran glauben, daß die nächsten 10 Generationen für unsere Schulden aufkommen werden, können wir uns ja beruhigt in die Hängematte legen. Aber so wird es nicht mehr lange gutgehen. Niemand ist auf Dauer bereit, einem todkranken Geld-Junkie immer wieder neuen Kredit zu geben, der nie zurückgezahlt werden kann.

Es geht immer nur um mich selbst. Wozu bin ich bereit, um etwas am System zu ändern? Ich mache derzeit nur kleine Schritte, aber mit denen fühle ich mich wohl. Ich betreibe verstärkt Krisenvorsorge. Ich mache mir Gedanken, wie ich in Teilbereichen mehr Selbstverantwortung zurückgewinnen kann. Damit fühle ich mich gut. Das bin ICH SELBST. Immer schon habe ich mich danach gesehnt, möglichst viel selber herzustellen, mit eigener Hände Arbeit. Mir macht es weniger Freude, etwas fertig zu kaufen als es selber herzustellen. Und da bin ich so gnadenlos abhängig. Meine Oma war unabhängiger als ich es bin, denn sie beherrschte noch alte Haushaltstechniken. Menschen früher konnten Kochen, Einkochen, Backen, Nähen, Stopfen, Stricken usw. Viele Menschen hatten eine teilweise Selbstversorgung. Das macht unabhängig, das gibt Selbstwert. Irgendeinen giftigen Mist im Supermarkt zu kaufen macht dagegen unglücklich und krank.

Ich bin so unglaublich weit weg von einem natürlichen Leben und so wenig überlebensfähig. Ich habe es immer gespürt, was ich eigentlich will, wonach ich mich eigentlich sehne. Keine Erwerbsarbeit gegen Geld, das ist ein Übel. Ich würde lieber in einem kleinen Haus auf dem Land wohnen, mit etwas Wald und eigenem Wasser, und irgendetwas herstellen, was ich als Tauschmittel gegen nicht selbst produzierte Waren eintauschen kann. Eine völlig unrealistische Idealvorstellung, die vielleicht vor 200 Jahren gepaßt hätte. Ich brauche diesen ganzen modernen Mist nicht und bin doch total davon abhängig. Denn auch mein Sicherheitsstreben (das meines Egos) ist sehr stark.

Vielleicht führt der kommende Crash ja zur Ego-Entmachtung. Das wäre schön. Aber lieber warte ich nicht darauf, sondern unternehme jetzt schon zumindest winzige Schritte in Richtung auf die Freiheit.

Ein solcher winziger Schritt ist mein erstes selbstgemahlenes Mehl und das daraus hergestellte Brot. Für beides brauchte ich Strom und technische Geräte. Ich werde mir auch noch eine Handmühle anschaffen und mich nach einer Möglichkeit umsehen, ein Notbrot im Garten zu backen – auf einem Holzfeuer o.ä. Solange offene Feuer nicht verboten werden im Rahmen der neuen Klimareligion...

95% meiner Lebensweise beruht auf falscher Abhängigkeit, nur vielleicht zu 5% bin ich frei. Aber dafür lohnt es sich zu leben... Das tägliche Vogelkonzert in meinem Garten ist noch kostenfrei... Ich warte auf die nach dem individuellen Kreislauf erhobene CO2-Steuer meiner Atemluft. Ausatmen verboten!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Krise als Chance

Weiterhin beschäftigen mich zwei Themen sehr intensiv: zum einen die Wirtschaftskrise und zum anderen meine Ernährungsumstellung. Es hängt sogar beides miteinander zusammen. Ich bereite mich auf eine mögliche Unterbrechung der Infrastruktur vor, mit geschlossenen Banken und Supermärkten, zusammenbrechenden Lieferketten, Chaos und vielleicht sogar Anarchie.

Welche Lebensweise wird noch funktionieren, wenn es zu der befürchteten Hyperinflation und/oder einem Währungsschnitt mit Abwertung aller Sparguthaben, Papiergeldanlagen, Renten etc. kommt? Geht das Leben einfach so weiter wie bisher, wird ein neues Papiergeldspiel begonnen? Oder kommt etwas ganz neues, und wenn ja, wird es ein totalitärer Staat mit noch mehr Einschränkung von Freiheitsrechten, oder gibt es eine klitzekleine Chance auf ein freieres Leben?

Mir wird immer klarer, daß der Staat sowas wie ein kollektives Ego ist. Es ist das Ego, das glaubt, „die Märkte“ (das sind einfach Gruppen von Menschen, die individuelle Entscheidungen treffen) regeln und steuern zu können. Das funktioniert nicht, jedenfalls nicht auf Dauer. Es hat noch nie funktioniert und wird wie immer im Desaster enden. Leider weist die politische Tendenz des Wahlvolks dahin, noch mehr planwirtschaftliche Experimente zu machen. Als wäre das absehbar scheiternde planwirtschaftliche Geldexperiment der Zentralbanken mit ungedeckten Papierfetzen nicht schon schlimm genug.

Wohlstand entsteht nicht durch Schuldenmachen! Das ist doch völlig selbstverständlich und jedem denkenden Menschen sofort einsichtig. Wie kann es dann sein, daß ganze Generationen von Ökonomen dem Schuldenmachen frönen und dies als Allheilmittel empfehlen? Ein Problem, das durch Schulden entstanden ist, soll jetzt mit noch mehr Schulden gelöst werden. Wird durch das Drucken von noch mehr Monopoly-Spielgeld auch nur ein einziger echter Wert geschaffen? Nein, natürlich nicht! Es verwässert nur das bereits vorhandene Spielgeld und führt zwangsläufig (jedenfalls mittelfristig) zu höheren Preisen, weil mehr Geld auf die gleiche Warenmenge trifft.

Wer den Zusammenhang einmal verstanden hat, ist wirtschafts- und finanzpolitisch in der rauhen Wirklichkeit angekommen. Ich weiß, daß meine Rentenansprüche an die gesetzliche Rentenversicherung das Papier nicht wert sind, auf dem ich jährlich eine Prognose zugeschickt bekomme. Ich weiß auch, daß meine Bankeinlagen nur solange „sicher“ sind, wie der Betrug nicht einem größeren Teil des Volks offensichtlich ist. Ich weiß, daß in den nächsten Jahren ungeheuer große Lasten auf Steuer- und Abgabenzahler zukommen und die Enteignung echter Vermögenswerte (entweder offen brutal durch einen Währungsschnitt oder schleichend durch Inflation) weitergehen wird.

Was tun? Ich kann eine Krisenvorsorge treffen für eine begrenzte Zeit von vielleicht einigen Wochen bis Monaten. Ich kann aber unmöglich Vorsorge treffen für ein Leben unter vorindustriellen Bedingungen. Ich glaube zwar nicht, daß es soweit kommt, aber für möglich halte ich es. Irgendwo habe ich gelesen, der beste Weg, sicher durch die Krise zu kommen, sei, gemäß der eigenen Bestimmung zu leben. Da es sich beim materiellen Leben sowieso nur um ein virtuelles Theaterschauspiel zur Weiterbildung der Seele handeln soll (kann ich aus eigener Erfahrung so noch nicht bestätigen, das behaupten aber viele glaubwürdig erscheinende spirituelle Lehrer), scheint mir das doch ein sehr guter Rat zu sein.

Die Krise verschärft den Druck: was ist mir wirklich wichtig? Wie möchte ich leben? Kein Mensch kann alleine die ganze Welt verändern, aber jeder Mensch kann in seinem eigenen kleinen Lebensbereich etwas verändern. Die Krise ist eine große Chance, die eigenen Prioritäten zu prüfen, Bewußtheit auf die eigenen Lebensumstände zu lenken.

Die im Internet kursierenden Gerüchte um eine kurzfristig bevorstehende Währungsreform (die sich zum Glück nicht bewahrheitet haben), haben mich sehr stark unter Dampf gesetzt. Ich beobachte, daß mich einerseits Angst und Gier von mir selbst weg- und in unfruchtbare Verstandesspiralen hineinführen, so daß ich seit Tagen kaum zur Selbstbesinnung gekommen bin, daß andererseits aber auch der Handlungswille gestärkt wird, die Krisenvorbereitungen zu intensivieren.

Dienstag, 11. Mai 2010

Finanzkrise

In den letzten Tagen war meine Aufmerksamkeit und meine Zeit stark von der aktuellen Zuspitzung der Geldsystemkrise in Anspruch genommen. Nur wenig Gelegenheit zur Besinnung zu kommen. Und doch ist diese so wichtig, um sich nicht von starken Gefühlen mitreißen zu lassen. Ich habe letzte Woche tatsächlich mal ganz ernsthaft an mich herangelassen, daß in einem Währungsschnitt große Teile meiner Sparrücklagen verlorengehen könnten. Das war schon sehr beunruhigend, mehr aber noch die Aussicht auf unruhige Zeiten.

Nun gibt es wohl erstmal eine Atempause, was den zwangsläufig folgenden Crash – in welcher Form auch immer – vermutlich noch mehr verschlimmert. Aber die Zeit für einschneidende Maßnahmen war wohl noch nicht reif. Zu viele glauben noch an die Segnungen einer schuldenbasierten Wirtschaft.

Ich bin froh, daß ich noch mehr Zeit für meine persönlichen Vorbereitungen gewinne, und auch noch die Chance habe, andere Menschen zu warnen. Andererseits wäre es auch schön, den Zusammenbruch schon hinter sich zu haben, um etwas neues aufbauen zu können.

Manche Menschen sind noch völlig unbewußt und gar nicht zugänglich. Aus dem Meditationskurs habe ich heute mitgenommen, daß es in solchen Fällen schön ist, erstmal nur ein Saatkorn für Bewußtheit in solche Menschen zu legen, bzw. es ihnen anzubieten.

Ob die Menschheit wohl wirklich vor einem globalen Bewußtseinsschub steht? Schön wäre es ja.

Donnerstag, 29. April 2010

Gefängnis

Heute war ein anstrengender und langer Arbeitstag mit wenig Gelegenheit zur Selbstbesinnung. Immerhin gibt es mir ein gutes Gefühl, wenn ich am Arbeitsplatz mein bestes gegeben habe, um aus einem furchtbaren Datenchaos doch noch irgendwie halbwegs plausible Auswertungen zu erstellen. Für das Datenchaos bin ich nicht verantwortlich, das kann ich nur aufzeigen und Verbesserungsvorschläge machen.

Hier wie anderswo ist das Fundament total morsch, aber in dem darauf errichteten Hochhaus sitzen Menschen in der obersten Etage und finden sich und das Gebäude ganz toll. Bis zum drohenden Einsturz.

Nachtragen möchte ich noch, daß ich gestern einen systemkritischen Artikel gelesen habe, der mich richtig getroffen hat. Ich halte mich ja schon für gut aufgeklärt und recht bewußt, aber sooo deutlich habe ich es bisher nicht gesehen, daß wir nur wie Vieh gehalten werden, das zugunsten einiger weniger Menschen ausgebeutet wird.

Hier, absolut lesenswert:

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/04/freiheit-ist-sklaverei-und-sklaverei.html

Das Gefängnis ist nicht nur in mir, wo das Ego mich einsperrt und einengt, sondern das Gefängnis ist auch in der Außenwelt. Ich sehe es immer deutlicher. Sich daraus zu befreien, ist ein langer und mühsamer Weg und als Einzelkämpfer kaum zu erreichen. Wer schafft es schon, beispielsweise alle Verstrickungen mit dem sogenannten Sozialstaat zu lösen und sich aus diesem Ausbeutungs-System vollständig zu verabschieden? Es ginge nur, wenn man illegal in diesem Land leben würde. Und das ist für mich keine Option.

Ich hatte gerade die Idee, daß es neben dem eigenen Ego vielleicht auch noch so etwas wie ein Menschheits- oder Gesellschafts-Ego gibt. Ich hoffe ja, daß es noch zu meinen Lebzeiten zu einer deutlichen Bewußtseinsveränderung der Mehrheit der Menschen kommen wird, aber vorher scheint ein gewaltiger Crash auf allen Ebenen unvermeidlich. Jedenfalls reicht es nicht, wenn ich mich nur um das Schrumpfen meines eigenen Egos bemühe, die Augen vor der Realität der Außenwelt darf ich nicht verschließen.

Wer die Seite noch nicht kennt. Fundierte Infos zu den Hintergründen der Wirtschaftskrise gibt es hier:

www.radio-reschke.de