Donnerstag, 12. September 2013

Warum bin ich hier


Diesen Blog habe ich mal gestartet zum Zweck der Selbsterkenntnis – nicht der Selbstdarstellung. Meine Einstellung dazu hat sich verändert. Ich muß mich nicht mehr bekämpfen, auch nicht mein Ego. Ich bin mit mir im reinen, ich akzeptiere mich, so wie ich jetzt bin. Es gibt durchaus Dinge, die ich an mir noch ändern möchte, aber ich leide nicht am jetzigen Zustand.

Na klar, es gibt noch einige besonders wunde Punkte, insbesondere meine Arbeit. Und um mich vor zufälligem Auffinden durch Kollegen zu schützen, habe ich mich mit Vernetzung im Internet auch zurückgehalten. Wenn ich jetzt offensiver werde, überlege ich, ob ich alte Beiträge vorher löschen oder archivieren sollte. Aber irgendwie gefällt es mir auch, daß ich hier unterdessen eine mehrjährige Historie habe. Vermutlich lasse ich es so, wie es ist.

Wenn ich mich ehrlich so zeige, wie ich wirklich bin, mit Schwächen und mit Stärken, dann kann daraus im spirituellen Sinne zur Gutes erwachsen. Daran glaube ich. Und das gibt mir das notwendige Vertrauen, um mich überhaupt in den öffentlichen Raum zu wagen.

Mittwoch, 11. September 2013

Energieschub


Ich fühle mich so fit wie noch nie! Ich wundere mich selbst, wie viel Kraft ich unterdessen habe. Vor einem Jahr wäre das noch unvorstellbar gewesen. Auf dem Weg von einer couch potato zu einem aktiven Menschen bin ich schon sehr weit fortgeschritten.

Ich merke es z.B. daran, daß ich heute nach einem sehr langen Arbeitstag mit 12 Stunden Dienstreise noch Energie aufbringe, in den Wald zu fahren für meine anstehende Lauftrainingseinheit. Psychisch hat es mich Überwindung gekostet, ich muß mich auch erst wieder an das Laufen im Dunkeln gewöhnen, aber körperlich war es nicht sehr schwer.

Und so komme ich heute neben stundenlangem erzwungenden Stillsitzen auch wieder auf rund 17.000 Schritte. :-) Toll! Da habe ich mir auch das Ausnahme-Tiramisu heute mittag definitiv verdient. ;-)

Dienstag, 10. September 2013

10.000 Schritte täglich


Ich mache mit bei der 30*10.000 Schritte-Challenge von Mark Maslow von www.marathonfitness.de.

Das paßt gerade so gut zu meinen eigenen sportlichen Zielen, und es macht sehr viel Spaß!

Bisher hat sich mein Schrittekonto wie folgt gefüllt:

1.9. 11.035
2.9. 16.044
3.9. 12.462
4.9. 17.070
5.9. 15.437
6.9. 18.281
7.9. 14.093
8.9. 13.434
9.9. 18.485
10.9. ca. 10.000 (Ausfall des Schrittzählers)

In der ersten Woche komme ich damit im Schnitt auf 14.917 Schritte, und das ist weit mehr, als ich erwartet habe. :-)

Hello again!

Es wird Zeit, meinen Blog mal wieder zu entstauben. ;-)

In den letzten Monaten habe ich viele Kommentare in anderen Blogs geschrieben, aber ohne die Möglichkeiten der Vernetzung zu nutzen. Mir ist die Vernetzung unheimlich, wir haben doch schon genug Überwachungsstaat. Je mehr ich persönlich von mir preisgebe, desto aussagekräftiger wird mein Persönlichkeitsprofil, das dann von interessierten Konzernen verkauft werden kann (z.B. zum Zweck personalisierter Werbung) – oder von staatlichen Stellen nach Auffälligkeitsmerkmalen untersucht werden kann. Heute wird nur nach „Terroristen“ gefahndet – morgen sind wir das alle. Jeder, der irgendwie aus der Reihe tanzt, ist verdächtig.

Ich habe aber keine Lust mehr mich zu verstecken!

Dienstag, 13. August 2013

Scout!

Ich komme gerade zurück von einem einwöchigen Scoutkurs in freier Natur, körperlich fit (wenn auch jetzt etwas ausgepowert) und psychisch voll aufgeladen, unglaublich glücklich und erfüllt. :-) Das war eine der besten Erfahrungen meines Lebens.

Ich merke, wie mit jeder Stunde in geschlossenen Räumen mein Energiepegel wieder absinkt, ich mich erschöpfter und weniger glücklich fühle. Jetzt heißt es, gegenzusteuern im Alltag, bevor die Zivilisationsdepression mich wieder befällt!

Folgende Übungen möchte ich in meinen Alltag bestmöglich integrieren, um im Training zu bleiben:

- Weitwinkelblick (wide angle vision) und Fuchsschritt (Fox Walking) so oft wie möglich anwenden (das bringt das Gehirn in einen meditativen Zustand, lautlos pirschen (gute Lehrvideos auf youtube)

- Barfuß gehen, barfuß gehen, barfuß gehen! (hier kam ich im Kurs brutal an meine Grenze, denn ich trainiere zwar barfuß, aber nur auf ebenem Boden: notwendig ist aber das Gehen auf jeglicher Art von Untergrund: Stein, Geröll, Sand, Waldboden, Matsch, Äste, Buschwerk, Dornen – da lernen die Füße endlich mal wieder, was Leben heißt!)

- Nach dem morgendlichen Training so oft wie möglich im nächsten Bach, Fluß oder See abkühlen: das erspart das Duschen (Seife ist sowieso ein überflüssiges Zivilisationsmittel), direkt danach umziehen und ab ins Büro. Ich habe das im letzten Winter auch bei Minusgraden gemacht und fühlte mich danach immer unendlich glücklich und voller Superpower!

- Sitzplatz: jeden Tag 10 Minuten unter freiem Himmel sitzen und stillwerden, nur wahrnehmen, möglichst Gedanken herunterfahren/abschalten

- Blindübungen aller Art, um die Sinne zu schulen: Augenbinde drauf und durch den nächsten Waldabschnitt tasten, hören und riechen (vorher kontrollieren, daß keine ernsten Gefahren vorliegen), oder durch das Gewürzregal riechen, mal blind Geschirr spülen oder die Wäsche aufhängen; bei Wartezeiten Augen schließen und auf die Umgebungsgeräusche hören usw.

- Balanceübungen auf liegenden Baumstämmen oder dicken Ästen, am besten gleich blind üben (ist um ein Vielfaches schwerer)

- Den Tag mit einer Danksagung starten!

- Jeden Tag einmal aus der Komfortzone herausgehen und einmal im Monat extrem meine Grenzen überschreiten

Trennung von der Natur macht uns krank und Verbindung mit der Natur heilt uns, so einfach ist das! Das gilt für den einzelnen Menschen und für die ganze Gesellschaft.

Freitag, 12. April 2013

Hunger


Ich kann mich nicht erinnern, daß ich zuvor in meinem Leben schonmal so viel gehungert habe wie in den letzten 3 Wochen. Nach dem Schock, daß ich auf Kohlenhydrate weitgehend verzichten muß, habe ich erstmal einen Tag gefastet - besser gesagt gehungert, denn es war ohne fastentypische Vorbereitung. Dieser Tag war schrecklich. Aber abends hatte ich mich daran gewöhnt und fühlte mich unerwartet frei und leicht.

Danach habe ich angefangen, die Regeln der Metabolen Diät anzuwenden. Auch da hatte ich immer wieder Hunger - quälenden physischen Hunger, aber auch genauso quälenden psychischen Hunger. Kohlenhydrate sind wie eine Sucht, vor allem gilt dies für Zucker und für Mehl. Durch den Suchtentzug mußte ich erstmal durch. Das wurde etwas besser, als ich feststellte, daß ich tatsächlich tagelang nur von Fleisch/Fisch/Eiern und Gemüse leben kann.

Aber dann gibt es noch die psychischen Gelüste, z.B. die intensive Sehnsucht nach Brot. Damit ist schwieriger umzugehen, aber auch hier gewöhne ich mich schon etwas daran.

Der Hunger ist auf jeden Fall eine interessante Erfahrung. Ich erlebe das freiwillig - es gibt ja genug Menschen auf der Welt, die keine Wahl haben.

Es ist eine Grenzerfahrung. Ich finde es spannend. Es bringt mich sehr intensiv in Kontakt mit mir selbst. Es fördert Dankbarkeit und Demut. Und es fördert den Genuß an dem, was ich essen darf. Obst schmeckt zum Beispiel unglaublich köstlich.

Ich bin dankbar für diese Erfahrung.



Donnerstag, 11. April 2013

Heimkehr


Vom Tanzen habe ich heute ein inneres Bild mitgenommen: Heimkehr.

Es geht für mich aktuell um Heimkehr in meinen eigenen Körper. Der Begriff löst bei mir Schmerz und Sehnsucht aus.

Ich habe mich über die Jahre sehr weit von mir entfernt und bin jetzt auf dem Weg zurück. Ein gutes Wegstück ist schon geschafft, aber es fehlt auch noch viel.

Durch mein regelmäßiges Training seit November 2012 hatte ich schon 6-7 kg abgenommen. Zuletzt stagnierte die Gewichtsabnahme, obwohl ich weiterhin 3mal wöchentlich mein Krafttraining und das Laufen fortsetzte.

Deshalb kümmere ich mich jetzt um meine Ernährung. Etwa 3 kg in wenigen Wochen hat die Ernährungsumstellung nach den Regeln der Metabolen Diät bereits bewirkt. Für mich ist diese Diät ziemlich hart. Ich will sie mindestens so lange durchhalten, bis ich weitere 10 kg abgenommen habe.

Das ist nicht allein mit Willenskraft zu erreichen. Der Körper hat seine eigenen Regeln. Es wird entscheidend sein, ob er bereit ist, die für schlechte Zeiten angesammelten Fettreserven jetzt freizugeben. Ich bin sehr optimistisch, daß es mit meiner Diät funktionieren wird, aber sicher kann ich nicht sein.

Es hängt so sehr viel dran an dem Thema Ernährung. Sehr viele Emotionen, viele Erfahrungen, viele Gewohnheiten. Und der Speckgürtel hat auch seine Geschichte. Er hat mir auch Schutz geboten. Den ich jetzt hoffentlich nicht mehr brauche.

Ich glaube, ich werde mal wieder die Engel um Hilfe bitten – und für Freude und Gesundheit beten.

Ich möchte mich in meinem Körper wieder so lebendig fühlen wie als Kind, als ich unbeschwert auf Bäume klettern konnte.

Es ist möglich. Ich glaube daran!