Dienstag, 25. Mai 2010

moderne Sklaverei

Es ist 2:30 Uhr, und ich sollte eigentlich im Bett liegen. Seit einigen Wochen geht es mir so, daß ich erst mitten in der Nacht ins Bett finde. Der Grund ist einfach: ich bin unbefriedigt und hoffe durch das längere Wachbleiben noch zu einem Gefühl der Erfüllung und Zufriedenheit mit dem Tag zu gelangen – was natürlich nicht gelingt. Der andere Grund ist: am nächsten Morgen wartet der ungeliebte Job, das Hamsterrad, die Sklavensystemarbeit. Da möchte ich die kostbare Freizeit so lange wie möglich ausdehnen...

Natürlich ist das Selbstbetrug: ich bezahle mit Müdigkeit und schlechter Konzentrationsfähigkeit, verspätetem Arbeitsbeginn und folglich spätem Heimkommen am Abend, was die Freizeit beschränkt, die dann wieder bis in die Nacht ausgedehnt werden muß...

Ich ertappe mich immer wieder bei der Hoffnung, die Finanzkrise möge einen gesellschaftlichen Zusammenbruch derart bewirken, daß ich nicht mehr zur Arbeit gehen kann, gehen muß. Natürlich gerne bei Weiterzahlung des Gehalts...

Ich bin abhängig von diesem System und traue mir nicht zu, mich daraus zu befreien. Ich bin eine Sklavin des Systems, ich weiß es und ich fühle mich scheiße damit! Ein Ausbrechen aus dem System wäre nur möglich nach einer sehr reichen Erbschaft oder bei einem Leben als Obdachlose. In allen anderen Varianten kann ich mir keine Freiheit vom System vorstellen.

Heute habe ich etwas darüber gelesen, daß noch schärfere Regeln für die Energieeffizienz von Gebäuden beschlossen wurden. Es wird mich garantiert treffen, denn mein Haus ist von 1959. Das macht mich so ohnmächtig wütend. Was geht es den verdammten Staat an, wie ich lebe? Nicht einmal in meinen eigenen 4 Wänden bin ich vor staatlicher Bevormundung und Überwachung sicher.

Das Bezahlen mit Bargeld soll eingeschränkt werden, in Griechenland ist es wohl schon beschlossen. Es wird die Zeit kommen, an dem man nur noch mit Chipkarte geschäftsfähig ist. Unliebsamen Personen wird dann einfach der Chip abgeklemmt und fertig die perfekte Euthanasie ohne Blutvergießen.

Warum wehrt sich (fast) niemand gegen diesen Irrsinn? Ich will doch nur in Ruhe MEIN LEBEN leben und das will doch jeder andere Mensch auch. Wenn man die Staaten einfach ersatzlos abschaffen würde, würde es allen nach einer chaotischen Übergangsphase besser gehen. Man stelle sich dieses Paradies einmal vor: kein staatliches Betrugsgeld mehr, keine Aussaugung der wenigen noch werteschaffenden Menschen bis aufs Blut, keine Kriege mehr, keine Propaganda, keine Feindbilder, nur noch friedlicher freiwilliger Handel unter gleichberechtigten Menschen.

Der Staat ist das nach außen projizierte Ego. Je unbewußter die Menschen, desto grauenhafter die Staatsfratze. Da erreichen wir wohl leider einen miesen Höhepunkt nach dem anderen. Alle rufen nach NOCH MEHR STAAT, anstatt endlich zu sehen, daß der Staat der Verursacher des gegenwärtigen Übels ist. Natürlich im Verein mit Hochfinanz, Bankenunwesen usw.

Die Ökonomen der Österreichen Schule der Nationalökonomie sind anscheinend die einzigen, die nicht nur die gegenwärtige Krise vorhergesagt haben, sondern auch wissen, wie es enden wird (in der unabwendbaren monetären Katastrophe), und die darüber hinaus Lösungsvorschläge anzubieten haben, insbesondere: wir brauchen ein freies Marktgeld, das von den Menschen freiwillig geschaffen und akzeptiert wird. Traditionell sind das Gold und Silber, aber es könnten sich auch ganz neue kreative Formen herausbilden, wenn das staatliche Zwangsmonopol endlich abgeschafft würde.

Ich will raus aus dem Gefängnis! Das ist sehr schwer, denn auch mein Ego hängt an der vermeintlichen Sicherheit, die das System bietet. Es ist ja so schön einfach und bequem, an sichere Bankguthaben, sichere Rente, soziale Absicherung usw. zu glauben. Wenn alle ganz fest daran glauben, daß die nächsten 10 Generationen für unsere Schulden aufkommen werden, können wir uns ja beruhigt in die Hängematte legen. Aber so wird es nicht mehr lange gutgehen. Niemand ist auf Dauer bereit, einem todkranken Geld-Junkie immer wieder neuen Kredit zu geben, der nie zurückgezahlt werden kann.

Es geht immer nur um mich selbst. Wozu bin ich bereit, um etwas am System zu ändern? Ich mache derzeit nur kleine Schritte, aber mit denen fühle ich mich wohl. Ich betreibe verstärkt Krisenvorsorge. Ich mache mir Gedanken, wie ich in Teilbereichen mehr Selbstverantwortung zurückgewinnen kann. Damit fühle ich mich gut. Das bin ICH SELBST. Immer schon habe ich mich danach gesehnt, möglichst viel selber herzustellen, mit eigener Hände Arbeit. Mir macht es weniger Freude, etwas fertig zu kaufen als es selber herzustellen. Und da bin ich so gnadenlos abhängig. Meine Oma war unabhängiger als ich es bin, denn sie beherrschte noch alte Haushaltstechniken. Menschen früher konnten Kochen, Einkochen, Backen, Nähen, Stopfen, Stricken usw. Viele Menschen hatten eine teilweise Selbstversorgung. Das macht unabhängig, das gibt Selbstwert. Irgendeinen giftigen Mist im Supermarkt zu kaufen macht dagegen unglücklich und krank.

Ich bin so unglaublich weit weg von einem natürlichen Leben und so wenig überlebensfähig. Ich habe es immer gespürt, was ich eigentlich will, wonach ich mich eigentlich sehne. Keine Erwerbsarbeit gegen Geld, das ist ein Übel. Ich würde lieber in einem kleinen Haus auf dem Land wohnen, mit etwas Wald und eigenem Wasser, und irgendetwas herstellen, was ich als Tauschmittel gegen nicht selbst produzierte Waren eintauschen kann. Eine völlig unrealistische Idealvorstellung, die vielleicht vor 200 Jahren gepaßt hätte. Ich brauche diesen ganzen modernen Mist nicht und bin doch total davon abhängig. Denn auch mein Sicherheitsstreben (das meines Egos) ist sehr stark.

Vielleicht führt der kommende Crash ja zur Ego-Entmachtung. Das wäre schön. Aber lieber warte ich nicht darauf, sondern unternehme jetzt schon zumindest winzige Schritte in Richtung auf die Freiheit.

Ein solcher winziger Schritt ist mein erstes selbstgemahlenes Mehl und das daraus hergestellte Brot. Für beides brauchte ich Strom und technische Geräte. Ich werde mir auch noch eine Handmühle anschaffen und mich nach einer Möglichkeit umsehen, ein Notbrot im Garten zu backen – auf einem Holzfeuer o.ä. Solange offene Feuer nicht verboten werden im Rahmen der neuen Klimareligion...

95% meiner Lebensweise beruht auf falscher Abhängigkeit, nur vielleicht zu 5% bin ich frei. Aber dafür lohnt es sich zu leben... Das tägliche Vogelkonzert in meinem Garten ist noch kostenfrei... Ich warte auf die nach dem individuellen Kreislauf erhobene CO2-Steuer meiner Atemluft. Ausatmen verboten!

Kommentare:

  1. Wenn ich Deine Worte lese, höre ich meinen eigenen Verstand, der wettert und sich beschwert über alle diese Egos, die so ungerecht nur überall Bereicherung suchen. Aber Du hast Recht wenn Du sagst, dass es "nur" die eigene Innenwelt ist, die man im Aussen wahrnimmt. Der Kampf tobt IN Dir und somit reflektiert er sich im Aussen.

    Vor einigen Jahren sass ich heulend auf dem Balkon und fragte Grossvater was ich denn noch tun soll damit es mir finanziell besser geht. Er lächelte und sagte:"Und Du möchtest den Leuten in Seminaren beibringen wie man Glücklich ist ohne materielle Dinge." Natürlich hatte er mich wieder genau an der richtigen Stelle gepackt. Dann sagte er:"Gehe nur noch mit einem Ziel einkaufen: Mit dem Ziel dass Du nichts kaufst, dass Dir oder der Umwelt schadet! So wirst Du immer genügend Geld haben und sogar noch verschenken können."

    Ich habe das ausprobiert und stand nur noch ratlos in den Läden. Habe versucht nichts verpacktes zu kaufen, keine Süssigkeiten, keine Luxusdinge und mir bewusst gemacht dass wahrer Frieden nicht von diesen Dingen abhängt. Es war wirklich eine schöne "Lehre" die er mir beibrachte. Und obwohl ich ab und zu in alte verschwenderische Muster falle, habe ich diese Empfehlung von ihm nie mehr vergessen. Und ich hatte tatsächlich mehr Geld zur Verfügung, weniger Angst um mein materielles Überleben und mehr Lebensgenuss.

    Heute denke ich oft, wenn ich keine Kinder hätte würde ich alles verkaufen und nach Indien in ein kleines Dorf auswandern. Mitten in der Natur und im Herz. Da käme ich mit dem bisschen Ersparten bis ans Lebensende durch. Aber dann weiss ich, dass das "Ziel" ist den inneren Frieden der ich bin, so auszudehnen, dass es absolut egal ist wo ich gerade bin.

    Liebe Grüsse
    Eva

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  2. Liebe Eva :-),

    ja, der Kampf tobt AUCH in mir (mangels besserer Erkenntnis glaube ich allerdings immer noch, daß er ebenfalls außen tobt...). Nach meinem Wutanfall letzte Nacht fühlte ich mich heute gleich um Klassen besser. Heute war ich viel im inneren Frieden, auf dem Level, den ich bisher erreichen kann. Es ist wie ein anderer Betriebsmodus der Hardware Mensch/Louise. Ich nehme dann sofort nicht mehr so bierernst, was um mich herum oder in mir drin passiert. Ich liebe Selbstironie. Ich bin dabei verständnisvoll und sanft zu mir selbst. Das ist für mich der Beginn von Erwachen/Erleuchtung, wie auch immer sich das noch weiterentwickeln wird.

    Du hast mit Großvater einen sehr weisen Ratgeber. Super Übung, die er da vorgeschlagen hat. Ich bin ja gerade in einer Übung "Ernährung ohne Fleisch", die trifft mich an der richtigen Stelle. Denn ich liebe Fleischgenuß, möglichst blutig... Ich konnte mir auch vorstellen, selber Tiere zu töten, auch wenn ich es noch nie gemacht habe - gleichzeitig hatte ich aber auch immer ein schlechtes Gewissen, daß Tiere für meinen Genuß ihr Leben lassen müssen. Ich wußte es einfach, daß ich jetzt mal die Erfahrung einer annähernd vegetarischen Ernährung machen muß. Ob es eine dauerhafte Ernährungsumstellung wird, weiß ich noch nicht, das wird die Zukunft zeigen.

    In der Schweiz lebst Du ja (noch) auf einer Insel der Seligen. Was machst Du, wenn die Finanzkrise und die EU- bzw. Neue Weltordnung-Bürokratie auch in Dein persönliches Leben kommen? Vermutlich siehst Du das dann erst, wenn es soweit ist. Du sorgst Dich vielleicht nicht um die Zukunft (im Sinne von Ängsten), aber sorgst Du denn nie (finanziell oder sonstwie) für die Zukunft vor? Ich versuche gerade eine Balance zu finden: finanzielle Vorsorge ja, aber Übertreibung aus Angst oder Gier nein. Das Thema bietet mir sehr viel Selbsterkenntnis, denn das Sicherheitsdenken war bei mir immer schon sehr stark ausgeprägt.

    Mich zieht es weniger nach Indien, aber manchmal zieht es mich nach Schweden. Ich weiß aber nicht, ob meine Lebensgefährtin mitkommen würde, und ein Jobwechsel erscheint auch unvorstellbar. Also harre ich aus - und hoffe manchmal insgeheim, daß die Krise mich zu drastischen Veränderungen zwingen wird...

    Liebe Grüße,
    Louise

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  3. Liebe Louise

    Ich mache mir tatsächlich nur ganz selten Gedanken darüber was ich tun würde wenn.... Weil ich schon so tief gesunken bin in meinem Leben mit dem Materiellen, dass ich oft schon Anfang Monat kein Geld mehr hatte und nicht wusste wie ich mich und meine Mädels ernähren soll. Ich hatte eine Firma und die ging bankrott. Danach ein Haufen Schulden und alle "Freunde" entpuppten sich als Egos. Ich stand vollkommen alleine da, aber es ist gegangen. Wir sind nicht verhungert;)

    Heute sehe ich diese, meine private Finanzkrise als ein absoluter Segen. Weil genau in dieser Zeit so klar wurde, was für eine Farce diese materielle Welt ist. Wieviel schönere Moment einem die Natur und das einfache Leben bieten, wenn man es nicht mit Materialusmus überdeckt. Heute würde ich dankend Nein sagen, wenn mir jemand Geld anbieten würde um reich zu sein. Es würde den inneren Reichtum und die Umwelt nur belasten.

    Ich habe keine Angst vor dem Sterben und darum auch nicht vor einem finanziellen Crash. Gott sorgt für uns durch unser Herz, wir müssen ihm nur vollkommen vertrauen. Diese Kraft trägt und und wir bilden uns nur ein dass wir uns selber tragen. Wenn das erkannt wird, ist die Machtlosigkeit zuerst ein Schock und dann ein Segen.

    Ich halte mich an mein Herz weil ich es als Durchgang zu Gott erkannt habe. So oft wie möglich, drehe ich mich um zu mir und das ängstliche, wollende Ego bleibt draussen:)

    Liebe Grüsse
    Eva

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  4. Ihr Lieben
    vielen Dank für euren lebendigen Austausch.
    Heute kleb ich vor dem PC. Die letzten Wochen war mein PC mehr oder minder kaputt. Die Festplatte hatte einen Schuß

    Gestern hab ich mir spontan eine neue gekauft und mir das Ubuntu von Linux draufgespielt - ein Genuss.

    Die Tage hatte ich auch eine Finanzkriese - die Bank wollte alte Schulden komplett getilgt haben,und haben mir mit dem Gericht gedroht.

    Ich laß den Brief und da war einfach Stille und ein Frieden - so das ich den Brief zu Seite legte - ich einfach gar nichts tat. Zwei Tage nach der angegebenen Frist kam ein etwas freundlicherer Brief wieder mit der Bitte sofort zu zahlen.
    Nach einem sehr fruchtlosen Gespräch mit der Bank
    hatte ich den Impuls meine Familie zu fragen ob sie mir das Geld leihen würden. Hab mit meiner Oma telefoniert, als ich ihr von meinem Bedürfnis erzählte spürte ich, sie hört einfach nur mit dem Herzen und dann sagte ja das machen wir.

    Ich wußte erst nicht wo ich mit meiner Bitte landen werde. Bin total dankbar das sie einfach ja sagt.
    Sie war euinfach bedingungslos da. Das ist gerade sehr spannend, ihre äusseren Sinne nehmen ab und zugleich gibt es öfter Momente in denen wirklich tiefe Berührung und einander wahrnehmen geschieht.

    "Geld" ist ein seltsames Thema für mich, schon lange das ich nicht arbeite, ich leb in meinem "heiligen Chaos" das manchmal alles andere als heilig erscheint, einfach schmerzt, mich endlos verwandelt, alles zurücklassend und ...

    Einige Menschen die schon zu mir sagten ich soll Satsang oder sowas "verkaufen". Ich mag nichts verkaufen, das stimmt nicht für mich - da ist nichts zu verkaufen. Das würde die Lüge weiter nähren - "da ist einer der hat was was mir fehlt", bullshit.

    Zur Zeit hab ich einen Schrieb das ich Arbeitunfähig bin - mit der Bitte das ich eine Psyschotherapie machen soll. Da ist aber alles andere als der Impuls so ein Affentheater mitzumachen.

    Da taucht schonmal der Gedanke auf - was ist wenn man dich nicht in Ruhe läßt - ich kein geld mehr vom Amt bekomm, weil ich nicht nach ihren Regeln spiel.

    Ich weiß es nicht und es ist auch nicht wichtig - nichts dem es lohnt nachzugehen.

    Dieser Moment ist für mich von Substanz - ich weiß nicht wohin die Reise geht und ich brauch es auch nicht wissen, es ist getragen.Das läßt mich immer wieder dankbar sein, für das was da ist

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  5. Danke, Eva, für Deine offene Schilderung. Materielle Sicherheit hat für mich einen relativ hohen Stellenwert, die Angst vor Armut ist einer meiner Ego-Antreiber. Es ist gewiß eine gute Erfahrung, eine in finanzieller Hinsicht "arme" Zeit einmal durchlebt zu haben, wie Du es beschreibst. Ich kann mir vorstellen, daß das bei der Ablösung von diesen falschen Werten hilft. Aber scharf darauf bin ich trotzdem nicht. ;-)

    An diesem Wochenende schafft es der Eurovision Song Contest spielend, mich aus Ängsten und Sorgen herauszuholen. Das Leben ist wunderbar, wir sollen es genießen und glücklich sein. Dazu unter anderem sind wir hier auf Erden, glaube ich.

    Herzliche Grüße,
    Louise

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  6. Lieber Ronny,

    danke auch für Deine Schilderung.

    Mir hat eine ganz kurze Erfahrung mit dem Arbeitsamt nach einer betriebsbedingten Kündigung vor einigen Jahren schon gereicht. Ich fühlte mich versklavt allein durch die Vorstellung, demnächst jede Abwesenheit vom Wohnort vorher bei einem Sachbearbeiter erbitten zu müssen. Wie im Kindergarten. Schrecklich.

    Der Staat ist eine Abhängigkeits-Falle. Kannst Du Dich nicht irgendwie unabhängig von staatlichen Zahlungen machen? Diese werden in den nächsten Jahren gewiß stark reduziert werden müssen. Ich finde es fatal, daß es in unserem komplexen System Menschen so sehr schwergemacht wird, zumindest auf einem niedrigen Niveau für sich selbst zu sorgen. Früher konnten Menschen mit einfachen Jobs eine ganze Familie ernähren. Heute braucht es schon zwei Mittelklasseverdienste dafür.

    Ich glaube, daß es wichtig ist, auch im Alltagsleben zu bestehen. Irgendeinen Sinn wird es wohl haben, daß wir in einem materiellen Leben inkarniert sind. Man muß es ja nicht so tierisch ernst nehmen. Es ist ein wunderbares Spiel.

    Let’s play this beautiful game!

    Hjärtlig (schwedisch für "herzlich"),
    Louise

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  7. Ohh in Deinem Blog erkenne ich mich in der Situation in der ich vor ungefähr einem Jahr war. Ich habe mir auch meine Gedanken zur Finanzkrise und meiner bzw unserer aller Zukunft gemacht. Auch ich habe erkannt, dass wir viel zu abhängig von vielen liebgewordenen Dingen sind. Tiefkühlpizza, schnell mal etwas von der Tankstelle holen, wenn der Kühlschrank leer ist usw. Mit ein paar Freunden haben wir dann als Projekt eine Webseite zur Krisenvorsorge erstellt. Dabei ging es uns weniger um das Geldverdienen sondern eher darum den Menschen die Augen zu öffnen und Tipps zur Krisenvorsorge zu geben. Die Seite findet ihr unter http://www.mr-krisenvorsorge.de Sie ist zwar noch nicht ganz fertig, aber ich hoffe bereits jetzt schon informativ.

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  9. Liebe Louise

    "allein durch die Vorstellung, demnächst jede Abwesenheit vom Wohnort vorher bei einem Sachbearbeiter erbitten zu müssen. Wie im Kindergarten. Schrecklich." Wie heißt es so schön, wer die Regeln kennt weiß wie er sie brechen kann.
    Ich hab mich nur einmal abgemeldet als ich mehrere 5 Wochen im Ausland war - ansonsten ist mir das Wurst, sorry, aber ich lass mich nicht von Paragraphen klein machen.

    Das scheint ein wenig Familien bedingt zu sein das ich nicht "Geld" ein Fremdwort für mich ist denn meine liebe Kleinbürgerfamilie hat gegen Grüne-Bio-Menschen, Gurus und Sozialhilfeempfänger gewettert

    und ich als kleiner Mensch hab in einer Offenheit zu mir gesagt, so falsch können diese Menschen doch auch nicht sein. Das sind doch auch MENSCHEN und nirgendwo scheint es wirklich rund, alles einfach MENSCHEN mit Fehlern und Herz.

    Ja und so muß ich das scheinbar durchlaufen weil ich sah das in meiner "guten Familie" offensichtlich auch nicht alles gut war.


    "Inkarnation", "Manifestation" und all dies ist immer "Sklaverei" gleich wie es sich lebt . Also warum nicht einfach diesen Platz an dem einem GOTT gestellt hat so gut wie möglich ausfüllen, leben und geniessen- ohne zu Hadern mit dem man JETZT IST und sich bewegt, auch wenn es jenseits der Konventionen sein mag.



    "Kannst Du Dich nicht irgendwie unabhängig von staatlichen Zahlungen machen? "
    JA gerne;-)
    schein bloss im Moment zu dumm dafür zu sein;-)
    Ich muß dir sagen das ich mir aber auch im Moment wenig kopp mach - vielleicht ergibt es sich nochmal das das Leben mit mir durchstartet. Im Moment, fährt das LEBEN die alte Machiene (mich) langsam runter ob ich will oder nicht - das ist einfach sehr deutlich zu erleben.

    "Ich glaube, daß es wichtig ist, auch im Alltagsleben zu bestehen. Irgendeinen Sinn wird es wohl haben, daß wir in einem materiellen Leben inkarniert sind." Dieser Satz ist für mich durch und durch auf Glauben gestützt.
    "Glauben" im weitesten Sinne ist für mich Sklaverei - wenn das verschwindet lebt sich das LEBEN und versorgt sich auf einzigartige Weise -vielleicht mit der Geld vom Amt, vielleicht mit Löwenzahn und Girsch der frei wächst. Vielleicht mit einer regelmäßigen Arbeit wo nicht nur der geldbeutel gefüllt wird sonder auch das Herz aufgehen darf. Immer wieder darf ich Wunder erleben - das Leben ist einfach schön. Ich war vor 3Monaten einige Tage unterwegs, überall wo ich in kam hat man mich beschenkt, einfach so, ... Die Reise die alles andere als geplant war ging einfach immer weiter und ich konnte auch frei weiter schenken, niemandem dem etwas fehlte. Ich erlebe das Leben mehr und mehr wie ein Geschenk und fließ mit. Oft das ich kein Geld habe - aber doch immer alles was ich brauche und sehr oft das Gefühl wie ein Millionär zu leben, da ich erfüllt bin und mir zuallererst die Freiheit nehme aus dem Herzen zu leben.

    so wird das hier einfach im Moment erlebt,-)
    Hjärtlig Ronny

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  10. Hallo Rossi,

    vielen Dank für Deinen Linktip. Da werde ich in den nächsten Tagen gerne mal reinschauen. Ich bin im Prinzip ein Vorsorgefreak und habe immer schon viele Vorräte gestapelt - verstärkt seit der Jahrtausendwende, als ich schonmal mit einem möglichen Zusammenbruch der Zivilisation rechnete (wegen des it-technischen Y2K-Problems, das sich im nachhinein als harmlos herausstellte). Aktuell hole ich zuweilen Anregungen auf diversen Krisenvorsorge-Webseiten, mir ist so, als wäre mir Deine auch schonmal untergekommen. Mal sehen. :-)

    Liebe Grüße,
    Louise

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  11. Lieber Ronny,

    das ist ein toller Kommentar von Dir. Berührt mich sehr.

    Ja, überall gibt es einfach nur Menschen. Jeder versucht wohl nur das beste zu machen und da kommt halt das dabei heraus, was dem aktuellen Bewußtseinsstand entspricht.

    Wenn ich derzeit viel Kritik am Verhalten z.B. von Bankern oder Politikern lese (und auch selber viel kritisiere), dann denke ich doch auch oft, daß diese Menschen halt so sind, wie sie sind und vermutlich auch nicht anders können. Es nutzt nichts, Feindbilder gegen irgendwelche anderen Menschen aufzubauen, egal, wie diese "drauf" sind.

    Ich habe viel Respekt vor Menschen, die wirklich arm sind und dabei ihre Lebensfreude behalten. Ich beneide Dich sogar etwas um die Freiheit, die Dir das gibt.

    Ich arbeite daran, meine Bedürfnisse zu reduzieren. Ich habe von allem zu viel.

    Daß ich glaube, in meinem aktuellen Job funktionieren zu müssen, ist bei mir wohl vor allem egogetrieben. Es befriedigt vor allem mein Sicherheitsbedürfnis. Allerdings befördert es zusehends auch zwischenmenschliche Kontakte zu den Kollegen. Ich werde immer offener, zeige viel mehr von mir, spiele weniger Rollen.

    Wenn ich es schaffen würde, meine Ansprüche herunterzuschrauben, könnte ich vielleicht auf Teilzeit gehen und mehr Zeit in der Natur verbringen. Das wäre wohl das, was mir wirklich entspricht.

    Du schreibst, daß das Leben Dich langsam herunterfährt. Ich hatte da eine Assoziation zu einer Beschreibung, die ich vor einiger Zeit gelesen habe – von OWK in seinem Buch "Erleuchtung". Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, beschreibt er dort einen zweifachen Sterbeprozeß, sozusagen 1. und 2. Erleuchtung. Ein Jahr nach der Erleuchtung wollte er den Körper sterben lassen, aber dieser hat sich erfolgreich gewehrt, und so kehrte er langsam ins normale Leben zurück. Die "Maschine" Mensch funktioniert seitdem selbstbestimmter als vorher. Vielleicht könnte das eine Inspiration für Dich sein?

    Dir alles Gute,
    Louise

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  12. Liebe Louise,

    ich bin nicht arm, ich bin ein bisschen unkonventionell, absolut verrückt,-) eher erfüllt, leiste mir vieles, nehm mir noch mehr raus;-) und leb doch recht einfach.


    hab das mal sacken lassen was du mir geschrieben hast, da sich bin mir momentan viel bewegt und sich der nicht-wissende standpunkt verwandelt

    naja sowas wie "sterben" war nicht gemeint, eher ein die finger raus lass, einfach sein. sein dürfen wie ich bin. das ist so wertvoll für mich, diesen mensch hier. ein ganz neues zuschauen wie konzepte verbröckeln. es ist unglaublich dem zu begegnen, was weg sollte, weshalb ich erleuchtung wollte - dies öffnet das herz, das heißt es für mich erwachen zu leben, mich dem ganzen geschehen hinzugeben.

    und ich weiß nicht was rauskommt ob ich irgendwann wieder mehr satsang mach oder mal ein alltägliches leben leb, was kommt, kommt und was geht, ich geb einfach alles,-)

    aber ich werd mein herz nicht betrügen!

    momentan ist's einfach fein hier zu sein, holz zu sammeln für feuer. was feines kochen, ein bisschen im garten sein. natur ganz spüren, ein paar menschen treffen, immer wieder still sein,...
    einfach nur da zu sein und ohne intention, ohne ziel einfach SO. ich weiß es nicht, ich lass mich an die hand nehmen und tanz mit.

    danke für deine inspiration
    schön das du bist
    lg ronny

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  13. Lieber Ronny,

    "momentan ist's einfach fein hier zu sein, holz zu sammeln für feuer. was feines kochen, ein bisschen im garten sein. natur ganz spüren, ein paar menschen treffen, immer wieder still sein,...
    einfach nur da zu sein und ohne intention, ohne ziel einfach SO. ich weiß es nicht, ich lass mich an die hand nehmen und tanz mit."

    Das hört sich wunderbar an. :-)

    Wenn dabei mein regelmäßiges Einkommen gesichert wäre, würde ich auch so leben wollen. Heute hatte ich so einen Tag. Es ist wunderbar, ganz aus dem eigenen Fluß zu leben und den Tag so zu nehmen, wie er kommt.

    Leider schaffe ich das in meinem Job nur sehr selten. Brotverdienst, keine Berufung. Aber wer weiß, was das Leben mit mir in den nächsten Jahren vorhat. Es kommen turbulente Zeiten auf uns zu, da kann sich viel ändern...

    Danke für den inspirierenden Austausch mit Dir.

    Schön, daß Du bist! :-)
    Louise

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  14. Ohja Schweden *träum* ;)

    Auch ich hab immer wieder die Sehnsucht, nach einem Häusle auf dem Land und Selbstversorger spielen.
    Aber es ist ein Traum und wie Du schon schön geschrieben hast: Vor 200 Jahren eher denkbar.
    Aber ich überlege immer mehr: Was brauch ich wirklich?
    Ich lebe leider sehr naturfern, völlig abhängig von Supermarkt und Co, grüner Daumen is Fehlanzeige, bin von viel zu viel Beton und Lärm umgeben (Umzug geht derzeit nicht, längere Geschichte..)

    Jedenfalls um diese Krisengedanken und bologisch gärtnern und sparsam leben und altes Wissen bezgl. Seife selber machen oder Joghurt ect. dreht sich diese Seite: http://www.derknauserer.at/
    den Newsletter dazu find ich immer am besten :)

    Herzliche Grüße! ;)

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  15. Liebe Regenfrau,

    willkommen in meinem Blog. Du kannst gerne kommen und meinem Garten reichlich Regen spenden, es ist dort in diesem Sommer viel zu trocken. ;-)

    Danke für den Linktip. Ich werde dort und auf Deiner Seite bald mal vorbeischauen.

    Herzliche Grüße,
    Louise

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